Das ist die beste Kamera zum Wandern!

Schleppst Du noch oder nimmste schon das Handy?

Mit dem Frühling kommen die ständigen Fragen nach der besten Kamera zum Wandern. Jedes Jahr zögere ich mehr mit der Antwort. Der Bildervergleich zeigt das Problem: Nikon Z50 vs. iPhone 14. Welches Foto ist mit welcher Kamera aufgenommen?

Landschaftsfotografie Baum - Nikon Z50Landschaftsfotografie Baum - iPhone

Das Problem wird sogar noch größer, wenn man in die Stadt geht (ok, zur Dorfkirche). Während ich mit dem iPhone bequem die ganze Kirche ins Bild bekomme und die Farben von Himmel und Gras leuchten, zeigt mir die Nikon Z50 mit dem Kit-Objektiv… nicht mal die ganze Kirche. Weiter zurück gehen kann ich hier nicht. Wofür also die Nikon mitschleppen?

Foto einer Kirche mit iPhoneFoto einer Kirche mit Kit-Objektiv

Mensch und Tier beim Wandern fotografieren

Und was ist mit Fotos von Mensch und Tier? Manche hassen den Portrait-Modus vom Smartphone, aber privat setze ich ihn viel ein. Ja klar, wenn man genau hinschaut, sieht man das irgendwas mit dem Bokeh nicht stimmt. Aber hey, für den Familien-Chat reicht es und mehr mache ich mit diesen Fotos doch eh nicht!

Portrait von Hund mit iPhone
Portrait von Hund mit iPhone

Ok, holen wir doch mal die großen Kanonen raus. Die Fujifilm X-H2 mit dem 16-55mm F2.8. Die Kombination kostet sehr viel mehr als mein teures Handy. Hier ist das Bokeh echt. Und das Fotografieren macht vor allem sehr viel mehr Spass! Sieht meine Familie das im Familien-Chat? Nein. Sehe ich das? Ja. Ist mir das wichtig? Ja. Und damit kommen wir der Sache doch schon näher!

Wegweiser Fujifilm X-H2
Wegweiser Fujifilm X-H2

Die Kamera muss wesentlich besser sein als das Handy!

Wer einfach nur Impressionen beim Wandern einsammeln möchte, kann das mit dem Handy machen. Es ist griffbereit und die Fotos in der Mittagssonne sind gut genug. Bei Regen ist das Handy wahrscheinlich auch die bessere Wahl.

Wer aber, so wie ich, das Fotografieren als Vorwand nimmt, um Wandern zu gehen… der möchte den Fotos das auch ansehen können. Daher nutze ich schon seit ein paar Jahren keine Kompaktkamera mehr, wie meine RX100. Beim Reisen in ferne Länder ist das aber anders! Ich rede hier von normalen Wanderungen oder Fahrrad Touren.

Handy auf MTB Tour
Handy auf MTB Tour

Statt einem Standard-Zoom würde ich tendenziell eher ein Ultraweitwinkel-Zoom mitnehmen. Alternativ eine lichtstarke Festbrennweite, z. B. die klassischen 35mm an Vollformat. Also entweder die Möglichkeit haben die Kirche komplett zu fotografieren oder gezwungen sein, mir Details zu suchen. Insbesondere für Mensch in Landschaft Fotos ist das eine sehr gute Brennweite.

Ein Ultraweitwinkel-Zoom ist wahrscheinlich eine bessere Wahl, als ein Standard-Zoom.

Stephan Wiesner

Wenn Du eine Kompaktkamera verwenden möchtest, dann hat Fujifilm die sehr gute X100V. Eine Alternative können die Kameras von Ricoh sein. Und auch Canon bietet mehrere kleine Kameras mit APS-C Sensor an. MFT Fans werden jetzt ihre Kamera in den Ring werfen. Wichtig wäre mir: Ein gutes Objektiv. Denn dank dem Objektiv sieht man den Unterschied zum Handy, nicht wegen der Kamera.

Wandern mit der Fujifilm X100T
Wandern mit der Fujifilm X100T (35mm an Vollformat)

Was ist denn nun die beste Kamera zum Wandern?

In den Alpen bin ich jahrelang mit der Sony A6000 und einem 12 mm Objektiv unterwegs gewesen. Dort ist etwas vergleichbares eine sehr gute Wahl. Also z. B. die Nikon Z50 mit dem neuen Nikkor Z DX 12-28 mm Objektiv. Oder eine Fujifilm mit einem der Ultraweitwinkel Zooms.

Wer auf Vollformat setzen möchte findet mit der Canon R8 eine sehr handliche Kamera… aber kein wirklich kleines Objektiv (es gibt aber mehrere Canon Ultraweitwinkel Zooms). Mein Favorit: Sony A7C mit dem Sigma 16-28. Bei Nikon könnte man die Z5 mit dem Nikon 14-30 nehmen.

Und wer sich gar nicht entscheiden kann: Sony hat das geniale 20-70 mm Objektiv und Nikon das super flexible 24-120 (nicht winzig, aber oft mitgeschleppt). Canon hat gleich zwei 24-105 mm Objektive, jahrelang meine erste Wahl an der Canon 6D Kamera beim Reisen.

Leuchtturm Norwegen Nikon Z7 II
Leuchtturm: Nikon Z7II mit 24-120 mm Objektiv

Ja, aber! Höre ich euch schon in die Tasten tippen. Es gibt doch die Ricoh Kameras. Und die Fujifilm X100V! Und die (alten) winzigen Canon Kameras. Und die Sony RX10-Serie. Ja, es gibt reichlich Auswahl. Und man kann auch einfach sagen: Wenn der Rucksack zu schwer ist… bist Du zu schwach! Findet man aber nur witzig, wenn man es sagt, nicht wenn man mit Blasen durch den Wald humpelt.

Letztlich wird sich ja niemand eine Kamera ausschließlich zum Wandern kaufen (ausser vielleicht eine GoPro). Und wer nicht gerade Ultraläufe absolviert, dem kann das Gewicht doch ein wenig egal sein. Achte einfach auf ein handliches Objektiv das zu Deiner Art der Fotografie passt und nimm vielleicht nicht die schwere Nikon Z9 Kamera mit und gut ist. Nicht verrückt machen lassen. Wenn ich so durch meine Fotos blättere, dann sind da alle möglichen Kameras auch bei anspruchsvollen Bergtouren dabei gewesen. In meinem Fall halt häufig im Zusammenhang mit einem Review.

Und zum Schluss: Evtl. ist ein Tele die bessere Wahl als Ergänzung zum Handy. Sprich: Die Schnappschüsse mit dem Handy und Tiere, Details oder einfach das etwas andere Foto dann z. B. mit einem Sigma 100-400 mm Objektiv?

Sigma 16-28 F2.8

Das Sigma Objektiv ist meine erste Wahl für den Weitwinkelbereich auf Reisen. Klein, lichtstark und optisch sehr gut. Es ist auch mein aktueller Liebling für das Filmen von einem Video-Blog. Tamron hat das ähnliche 17-28 mm F2.8 Di III RXD Sony Eine gute Alternative wäre ein 16-35 F4 oder das Canon 15-35, dass es gleich in mehreren Varianten gibt. Nikon hat das 14-30 F4.

“Klein, scharf und dennoch lichtstark? Das geht!”

Stephan Wiesner
Leuchtturm in Norwegen zur blauen Stunde mit Sigma 16-28 mm Objektiv.
Leuchtturm in Norwegen zur blauen Stunde mit Sigma 16-28 mm Objektiv.
Sigma 16-28mm F2.8 DG DN | Sony-E
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Das kleine Sigma Objektiv für Sony und L-Mount überzeugt in Preisleistung.

Für alle Fälle gewappnet: 28-70

Das 24-70 mm Objektiv F2.8 gibt es für Canon, Nikon und Sony. Es ist wohl bei fast allen Profifotografen im Bestand. Für das Reisen ist es aber häufig zu schwer (und zu wertvoll). Das 28-70 mm F2.8 DG DN Contemporary Sony oder alternativ das Tamron 28-75 mm 2.8 Di III RXD Sony oder Nikon ist eine sehr gute Alternative. Vergleichbare Objektive gibt es für Canon aktuell nicht. Für Fuji gibt es mehrere Optionen als Allrounder. APS-C User finden im 17-28 mm F2.8 Di III RXD Sony oder Tamron 17-70 sehr gute Alternativen und Vollformat User machen mit einem 24-105 auch nichts falsch.

Sigma 28-70 mm F2.8 DG DN Sony
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Winzig und dennoch lichtstark! Das Sigma Objektiv ist perfekt für die Reisefotografie. APS-C User finden im 17-28 mm F2.8 Di III RXD Sony oder Tamron 17-70 sehr gute Alternativen.

Vollformat in APS-C Grösse

Die Alpha 7C ist so klein, wie eine APS-C Kamera, bietet aber Vollformat. Zusammen mit den hier vorgestellten Objektiven kann man den großen Fotorucksack eigentlich daheim lassen. Canon bietet nichts vergleichbares, die R8 ist zwar klein, aber welches Objektiv nimmt man mit? Nikon bietet die Nikon Z5 Vollformat-Kamera und das 14-30 mm Objektiv.

Alpha 7c
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Die Alpha 7C ist so klein, wie eine APS-C Kamera, bietet aber Vollformat. Zusammen mit den hier vorgestellten Objektiven kann man den großen Fotorucksack eigentlich daheim lassen.

Das Tele für alle Fälle

Ein Tele gehört (fast) immer in den Reiserucksack. Das Auto-Foto unten z. B. haben wir in Island aufgenommen. Mit dem gleichen Objektiv habe ich dort sowohl Vulkane, als auch Papageientaucher fotografiert. Meistens muss es weder lichtstark sein, noch eine besonders hohe Brennweite haben. Vergleichbare Objektive gibt es für alle Marken und insbesondere im APS-C-Bereich gibt es eine große Auswahl.

Sigma 100-400 mm F5-6.3 DG DN OS SONY
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Das Sigma 100-400 ist relativ klein und bezahlbar. Auf Reisen ergeben sich damit immer flexible Möglichkeiten für interessante Fotos.

Sigma 100-400 Objektiv Autofotografie in Island
Sigma 100-400 Objektiv Autofotografie in Island mit 116 mm.
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Stephan Wiesner
28.04.2023
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