Sommermärchen von München

Eine Story von laurenzwei
23.10.2023

In dieser Story

Weiteres Equipment: Olympus M.Zuiko 28mm F2.8

Die Idee

Nachdem ich im August 2022 die letzte Uniklausur abgehakt hatte, stellte sich mir die Frage, wie ich die Semesterferien gestalten möchte. Das 9-Euro-Ticket sollte es nur noch wenige Tage geben und so bot sich eine intensive Nutzung des Tickets für den Einstieg in die bis dato unverplanten Semesterferien an. Ein Reiseziel war schnell ausfindig gemacht: München sollte es werden, nicht zu weit entfernt, sehenswert und eben auch Austragungsort der EM.

Regionalexpressmarathon

Also packte ich ein paar Klamotten und meine Kamera zusammen mit ein paar alten Olympusobjektiven von meiner analogen Kamera in meinen Rucksack und machte mich auf den Weg von Freiburg nach München. Die sehr empfehlenswerte Bahnstrecke durch den Schwarzwald war mit zwei Umstiegen verbunden und dauerte etwa fünf Stunden, nach ca. zwei Stunden fahrt drohte die Reise aufgrund einer Gleisstörung schon zu scheitern. In der Bahn buchte ich schnell mein Ticket, lud meine Kamera auf und schaffte Platz auf der Speicherkarte, lernte das Donautal durch das Zugfenster kennen und kümmerte mich um eine Unterkunft für die Nacht.

Stadionbesuch und Fotosession

Als ich schliesslich München erreicht hatte, machte ich mich auf den Weg in den Olympiapark, die alten Objektive sollten sich einem Praxistest unterziehen. Ich fotografierte als wenn es keinen Morgen gäbe, auf der Kamera war ein 135mm F2.8 (200mm Vollformatäquivalent), manuell fokussiert. Die 4×100 Meter Staffel der Frauen gewann Gold, Julian Weber wurde ebenfalls Europameister im Speerwurf. Als der Abend sich dem Ende neigte, wechselte ich, hauptsächlich wegen der Größe des Objektivs auf ein deutlich kleineres 28mm F2.8 (ca. 42mm an Vollformat) und machte mich auf den Heimweg. Die Flutlichtanlage leuchtete mittlerweile nicht mehr strahlend weiss sondern in verschiedenen Farben während die Fans das Stadion verliessen. Ich wollte die Lichtstimmung einfangen, allerdings war es nicht besonders hell im Stadion, sodass das fokussieren durch den Sucher kaum möglich war. Ich schaltete die Kamera in den Aperture-priority-Modus, schätzte die Distanz zu den Zuschauern im Vordergrund ab, stellte die Entfernung am Objektiv ein und drückte ohne weitere Kontrolle ab, die Hoffnung auf ein gutes Bild war eher gering. Erst zuhause stiess ich beim Sichten der Bilder auf dieses Foto.

Autor:in
laurenzwei
Student aus Freiburg
Neuling im Bereich der Fotografie. Die Kamera habe ich vor allem dann dabei, wenn es um Menschen geht. Aktuell noch recht frustriert und unbeholfen in Sachen Bildbearbeitung.
Neuling im Bereich der Fotografie. Die Kamera habe ich vor allem dann dabei, wenn es um Menschen geht. Aktuell noch recht frustriert und unbeholfen in Sachen Bildbearbeitung.

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Diskussionsbeiträge (1)

27.10.2023, 17:20 Uhr
Peter Ebel
27.10.2023, 17:20 Uhr
Das mit der Bildbearbeitung "geht nicht an einem Tag", das ist eher lebenslanges Lernen auf mäßigem vNiveau (ich glaube nicht, dass es jemand gibt, der Photoshop vollständig beherrscht (es gibt aber Millionen, die ohne Photoshop auskommen.
Bleib geduldig, du wirst in jeder Session was lernen und dabei merken, dass Postprocessing wichtig ist für gute Ergebnisse (und oft gang wenig Aufwand ist)
Photoshop brauchst du heute eher nicht, aber den Blick über anderer Leute Schultern.
Geh auch nicht den vermeintlich einfachen Weg einfach irgendwelcher Presets über die Fotos zu ziehen. Du willst ja was lernen!

Das mit dem Prefocus hast du gut gemacht!
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