Shooting mit dem Osterhasen

Eine Story von Pierre Devantier
31.03.2023

In dieser Story

Kindheitstraum

Als Dorfjunge mit 12 Jahren, bin ich oft mit meinem Fahrrad in den Wald gefahren. Bewaffnet mit dem Fernglas von meinem Opa ,stellte ich das Fahrrad ab und lief zu den bekannten Lichtungen und beobachtete Stundenlang die Waldtiere, vor allem Rotwild sowie Rehe und Feldhasen. Mein Traum irgendwann diese Eindrücke einmal festzuhalten. Damals undenkbar eine Kamera mit einem großen Tele zu besitzen. Nun 17 Jahre später konnte ich mir endlich meinen Traum erfüllen und versuche seitdem Wildtiere einzufangen.

Das treffen mit dem Osterhasen

Als ich Ende März mit meinen Kids zu besuch bei meinen Eltern in der alten Heimat war. Beschloss ich früh bei Zeiten, mich auf den Weg zu machen und Rothirsche zu suchen und im besten Fall nah genug zu kommen um diese auch zu fotografieren. Also lief ich durch die Reviere wo ich auch früher öfters auf diese edlen Tiere gestoßen bin und wurde tatsächlich fündig. Auf einer Lichtung sah ich aus ca. 400m eine Herde bestehend aus ca. 30 Tieren. Nur leider waren 400m noch deutlich zu weit für mein Tele, also beschloss ich mich soglangsam wie möglich anzupirschen und kam Meter für Meter näher. Das Problem, der Wind stand hinter mir und trieb natürlich mein Geruch zu den Tieren. Als ich auf ca. 250m herankam, wurde es unruhig in der Herde und die Tiere versammelten sich und dann entdeckten Sie mich und liefen gesammelt in den dichten Kiefernwald hinein. Ich dachte mir: “Mist da waren Sie weg…”.
Ich entschied mich dazu in ein anderes Waldstück zu gehen und dort mein Lager aufzuschlagen in der Hoffnung auf Erfolg.

Nach ca. eineinhalb Stunden ohne Glück, entschied ich mich langsam den Rückweg anzutreten. Ich packte meinen Rucksack und nahm die Kamera samt dem Tele in die Hand und wanderte Querfeldein in Richtung des nächsten Waldweges. Als ich diesen dann erreichte und mich nach links drehte, entdeckte ich plötzlich mitten auf dem Weg einen Feldhasen, der einfach nur Saß und in Richtung Wald schaute. Es waren wahrscheinlich 120m bis zu ihm, ich versuchte erneut mich ganz langsam und vor allem leise heranzupirschen, es gelang mir bis auf 40m heranzukommen. Ich hockte mich hin und fing an zu fotografieren, immer ein kleinen Schritt näher zu kommen. Plötzlich drehte er sich zu mir um und lief genau auf mich zu, dabei entstand zufällig das Zielfoto.

Once in a Lifetime…

Nach dem Zielfoto entdeckte mich Freddie (ich nannte ihn einfach so) plötzlich und rannte weiter in die entgegengesetzte Richtung, aber weiterhin auf dem Weg. Dann bog er auf einer Kreuzung rechts ab und war aus meinen Augen.
Ich folgte dem Weg weiter mit der Hoffnung Freddie noch einmal zu treffen. Und wirklich, ich blickte um die Ecke und dort saß er mitten auf dem Weg und knabberte am Gras. Also kniete ich mich Wiederhin, mittlerweile tat mir alles weh vor allem die Arme, so ein 150-600 wiegt eben doch so einiges.
Ich versuchte mich noch an ein paar Bildern, als ich plötzlich einen Traktor in weiter ferne hörte, welcher durch den Wald fuhr und wohl genau in meine Richtung kommen musste. Ich beobachtete Freddie noch eine kleine Weile, als dann im Hintergrund langsam der Traktor auftauchte, da fiel mir am rechten Rand ein dunkler Fleck auf, der da vorher nicht war… das war doch wohl nicht… Doch es war ein Rothirsch, welche sich durch den Traktor aufgeschreckt haben und nun über den Weg in ein anderes Waldstück laufen wollten. Leider war ich zu langsam und die Tiere rannten los, mein Fokus immer noch auf den Hasen gerichtet und ich war zu überrascht, diese Herde wieder zusehen das ich einfach auf den Hasen drauf hielt.
So entstand ein einmaliges Bild, welches ich nur einmal im Leben aufnehmen werde. Ein Feldhase im Hintergrund Rothirsche die über den Weg laufen und dahinter der Traktor, welcher immer näher kommt. Leider technisch nicht gut aber umso emotionaler für mich.

Darum fotografiere ich und liebe die Natur!

 

Weitere Bilder

 

 

Autor:in
Pierre Devantier
Medizintechniker aus Pirna (Sächsische Schweiz)
Zweifacher Famlienvater der die Natur liebt und schützt. Ich will etwas dazu beitragen, dass diese Welt für meine Kinder erhalten bleibt.
Zweifacher Famlienvater der die Natur liebt und schützt. Ich will etwas dazu beitragen, dass diese Welt für meine Kinder erhalten bleibt.

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