Right place, right time – eine Geschichte von Glück und Ausdauer

Eine Story von David Stenitzer
14.03.2023

In dieser Story

Geduldig sein!

Jeder der schon einmal versucht hat wilde Tiere zu fotografieren weiß folgendes: Wenn das Licht perfekt ist, ist meist kein Tier da und wenn ein Tier da ist ist das Licht meist nicht perfekt. Damit beides zusammenspielt braucht es meist mehrere Anläufe oder viel Glück. Ich wusste, dass es auf diesem Teich Haubentaucher gibt und ich wusste auch, dass es bei den richtigen Bedingungen einen wunderschönen Sonnenaufgang mit Nebel auf dem See geben kann. Heißt eigentlich nur auf das ideale Wetter zu warten und man hat sein Zielfoto oder? Nein! Ich war locker 10 mal an der selben Stelle bei perfekten Bedingungen bis es endlich geklappt hat. Wilde Tiere kann man halt nicht dazu bringen perfekt vor dir zu Posen. Natürlich kann man Haubentaucher recht leicht anlocken, jedoch kann ich das mit meinen hohen ethischen Ansprüchen nicht vertreten – man sollte kein Foto auf Kosten der Tiere machen. Nach diesen unzähligen Malen war es endlich so weit. Der Haubentaucher schwamm nah und im perfekten Licht vor mir. Dass er dann noch sein Gefieder pflegt übertraf meine Erwartungen. Eine ganze Weile posierte der Haubentaucher vor mir – und das beste: ein zweiter gesellte sich dazu!

Da ist der Shot!

Hat man dann endlich sein Zielfoto weiß man, dass der Aufwand sich mehr als gelohnt hat. Wobei ich natürlich an den meisten anderen Tagen auch unglaublich schöne Erlebnisse hatte, sei es eine Schwan Familie oder Teichhühner die Revierkämpe austragen.

Als Wildtierfotograf ist es also nicht nur wichtig viel Brennweite zu haben, es ist wichtig immer wieder zum selben Spot zu gehen und nicht aufzugeben bis man sein Zielfoto gemacht hat. Ich denke, es ist eine wichtige Lektion für Anfänger in der Wildtierfotografie, dass man viel Geduld und Ausdauer für nur ein gutes Bild benötigt. Die meiste Zeit braucht man mehrere Fotosessions an ein und derselben Stelle, um nicht nur den Ort und die dort existierende Tierwelt kennenzulernen, sondern auch um die richtigen Bedingungen für das perfekte Foto zu haben.

Eines ist mir als Wildtierfotograf besonders wichtig: Möglichst störungsarm zu fotografieren und die Tiere keinesfalls stressen.

 
 

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Autor:in
David Stenitzer
Fotograf und Biochemiker aus Spital am Pyhrn - Österreich
Leidenschaftlicher Wildtierfotograf, Workshopleiter, Biochemiker, Boulderer
Leidenschaftlicher Wildtierfotograf, Workshopleiter, Biochemiker, Boulderer

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Kommentare (3)

25.03.2023, 20:14 Uhr
Mathias Steins
25.03.2023, 20:14 Uhr
Für die Bilder hat sich der Aufwand aber gelohnt. Mega gute Bilder, David!
15.03.2023, 19:42 Uhr
Sven
15.03.2023, 19:42 Uhr
Das wäre gar nicht meins soviel Geduld hab ich nicht ? also ich gehe natürlich auch oft zu einem spot für das „ perfekte“ Foto aber für Tiere bin ich zu hibbelig ? schöne Story tolle Bilder Respekt ??
15.03.2023, 11:41 Uhr
Gilbert Voß
15.03.2023, 11:41 Uhr
Hallo David,
ein sehr gelungenes Bild!
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