Rennwagen in der Natur – Bilder der Sportfotografie (II)

Eine Story von Axel Lettmann
08.03.2024

In dieser Story

Der Mitzieher bei über 200 km/h in der Natur
Aufs der Nürburgring-Nordschleife hat man die Möglichkeit, zu seiner einer Seite die Rennstrecke und zur anderen die Natur zu haben. Je nach Streckenabschnitt hat man die Möglichkeiten sehr nach an das Geschehen heranzukommen.
Ein gesuchtes Zielfoto war ein Mitzieher bei einem Rennwagen in der Natur und etwa auf Augenhöhe.
Wieso in der Natur? Bei den meisten Veranstaltungen und neueren Rennstrecken fahren die Autos auf viel kürzeren Rundstrecken (im Schnitt ca. 3km länge) an Tribünen, Hallen, Boxen, Häusern vorbei. Die Nordschleife mit Ihren über 20km länge geht komplett durch die Natur. Lediglich die Grand-Prix-Strecke nicht.
Hier hat man die Möglichkeit, Rennwagen in einer anderen Umgebung zu Fotografieren.

Tagesablauf
Das 24h-Rennen lief über das Christi-Himmelfahrts-Wochenende und es gab hier mehrere unterschiedliche Veranstaltungen an den Tagen. Viele Autos und viel Action.
Ebenso über den Freitag verteilt waren die Qualyfings. Bei diesen hat man die Möglichkeit sich ganz auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug zu konzentrieren. Im Qualifying kommen die besten Fahrer eine Qualifyingrunde weiter. (Vergleichbar mit dem Qualifying in der F1). Die Fahrer dürfen jedoch nur in bestimmten zeitlichen Abständen zu ihrem Vordermann auf die Strecke auffahren. Diese Regelung sorg dafür, dass man ca. alle 30 Sekunden einen Rennwagen über einen sehr langen Zeitraum an sich vorbeifahren sieht.
Somit konnte ich mich in ruhe immer auf das vorbeifahrende Auto konzentrieren.

Das Geschehen um einen herum
Für die einen ist diese Veranstaltung Faszination Motosport, für andere die größte Party des Jahres, für andere ein Job und wiederum andere…Leidenschaft.
Neben der Fotografie steht für mich auch die Faszination und Leidenschaft für den Motorsport im Mittelpunkt. Bei den 24h Rennen auf dem Nürburgring passiert so viel mehr als nur „Autos die im Kreis fahren“.
Das dröhnen der Motoren, die Massen von Fans, der „Parfüm der Boxengasse“ aus Benzin und Gummi, hektisches treiben und schrauben an den Autos, die Autogrammstunden mit den Rennfahrern, die Zeltstädte auf den Campingplätzen, im Wind wehende Fahnenmeere, nächtliche Feuerwerke…
Die Aufzählung könnte noch lange so weiter gehen und jeder wird sein eigenes persönliches Highlight gehabt haben. Auf diesen Veranstaltungen gab so viel zu sehen und zu erleben. Es war und ist immer wieder ein Erlebnis wert.

Der Weg zum Zielort
Die Vorbereitung für das Zielfoto begann am frühen Nachmittag. Für das gewünschte Zielfoto gibt es durchaus einige Stellen an der Rennstrecke, jedoch waren nicht alle während der Veranstaltung zugänglich oder waren sehr weit zu entfernt zu Fuß erreichbar. Auch wenn zu diesen Veranstaltungen über 200.000 Besucher jedes Jahr kommen, hat man dennoch nie einen Parkplatz oder Busverbindungen zu den Stellen, zu denen man hinwill.
Eine mögliche Stelle hierfür ist der Streckenabschnitt und die Kurve mit dem Namen „Schwedenkreuz“ und „Aremberg“. Dies Abschnitte sind etwas abseits der Hotspots gelegen, die man noch gut zu Fuß von der Gand-Prix-Strecke aus erreichen kann.
Der Marsch zum Fotospot begann. Zu meiner linken die Rennstrecke und zu meinem rechten streckenweisen Fans, Campingplätze oder einfach nur die schöne Eifel.

Man hat nur zwei Versuche – Wird das Foto gelingen?
Vom Hauptweg im Wald gingen immer mal wieder Pfade zur Seite und zur Strecke hin ab. Hier musste ich einige ausprobieren, bis ich einen guten Fotospot gefunden hatte. Dort angekommen hieß es dann Kameraequipment fertigstellen und mit den vorbeifahrenden Autos aus den anderen Veranstaltungen Testfotos machen. Dann hieß es warten. Ich hatte mir zwar den Terminplan auf mein Smartphone geladen, jedoch konnte ich mich aktueller über Radio und Apps auf dem laufenden halten, ab wann es für mich interessant wird.
Nachdem verkündet wurde, dass das Qualifying gestartet war, wusste ich bereits, dass ich jetzt etwa 6 Minuten zeit habe, bis die Rennwagen bei mir vorbeikommen. Auch wenn die Kommentatoren immer wieder die Streckenabschnitte einzelner Wagen nannten, darauf verlassen konnte ich mich nicht. Aber, es fuhren aktuell nur diese Wagen auf der Strecke. Einen Rennwagen hört man deutlich früher, bevor man ihn kommen sieht.
Im sogenannten Top-Qualifying führen die besten 20 Startnummern/Wagen um die begehrte Poleposition und hatten für ihre Bestzeit zwei Runden zur Verfügung. Ich hatte also voraussichtlich 40 Versuche, um mein Zielfoto einzufangen an diesem Abend.

Nachbearbeitung in der Nacht
Nachdem die Veranstaltungen an diesem Tag vorbei waren, habe ich mich später auch auf den Rückweg gemacht. Natürlich nachdem ich das Nachtleben und die Party vor Ort besucht hatte.
Am Auto angekommen, hatte ich mir mein Tablet genommen und die Fotos der abendlichen Session durchgesehen. Siehe da, es waren durchaus gute Resultate dabei. Die Durchsicht der Bilder und Bildbearbeitung von den besten Ergebnissen habe ich dann noch Nachts durchgeführt.

Autor:in
Axel Lettmann
Architektur aus Hünstetten
Häufig zwischen Büro und Projekten unterwegs und an Sportplätzen und Rennstrecken anzutreffen.
Das alles bei so gut wie jedem Wind, Wetter und Tageszeit.
Häufig zwischen Büro und Projekten unterwegs und an Sportplätzen und Rennstrecken anzutreffen.
Das alles bei so gut wie jedem Wind, Wetter und Tageszeit.

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