Mutig am Strand: Ein Tierfoto und die Überwindung der Angst

Eine Story von Gregor B.
13.08.2023

In dieser Story

Der sanfte Rausch der Wellen vermischte sich mit dem salzigen Aroma der Meeresluft, als ich an einem malerischen Strand entlangspazierte. Der Plan war ein Spot für eine Langzeitaufnahme zu finden, da das Meer an diesem Morgen relativ stürmisch war und ich es einfangen wollte.
In der Ferne erblickte ich plötzlich einen Wildhund, der entlang der Küstenlinie streifte. Sein Fell glänzte in den warmen Sonnenstrahlen, während er neugierig Muscheln und andere Strandfunde beschnupperte.
Den gesamten Weg bin ich keinem Menschen begegnet und es stieg etwas Angst in mir auf.

Ich wurde als Kind von einem Hund gebissen und seit dem fühle ich mich, gerade beim Kennenlernen von Hunden, ängstlich und unsicher. Mit Wildhunden hatte ich bis dato ebenso noch keinerlei Berührungspunkte, was diese Situation noch etwas unangenehmer machte.

Ich begann plötzlich mein Herz zu spüren und ich war unsicher was ich tun soll – wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich war von dem Anblick des Hundes in dem nahezu perfekten Licht in dieser wunderschönen Kulisse auch angetan und er wirkte nicht ungepflegt oder aggressiv.
Das Herzklopfen in meiner Brust wurde intensiver, als der Wildhund mich bemerkte und kurz stehen blieb, um mich genauer zu betrachten. Ich zwang mich ruhig zu bleiben, ging in die Knie und senkte meine Kamera. Es war ein Moment der Wahrheit – die Angst gegen die Leidenschaft für die Fotografie und den Wunsch diesen Moment einzufangen.
Der Wildhund entschied, dass ich keine Bedrohung darstellte, und setzte seinen Weg fort. Ich konzentrierte mich auf meine Kamera – Blende, Belichtungszeit, Fokus – und bei den gewohnten Handgriffen wurde ich allmählich ruhiger.
Die Zeit verflog, als ich den Auslöser immer wieder drückte, um die besten Momente einzufangen. Ich vergaß die Welt um mich herum, konzentrierte mich nur auf das Motiv und meine Kamera. Die Angst war unbemerkt verblasst.

Als ich später die Bilder durchsah, war ich überwältigt von dem, was ich geschafft hatte. Das Bild des Wildhunds am Strand ist nicht nur ein Foto, sondern auch ein Symbol für meine persönliche Überwindung.
Dieses Foto erinnert mich daran, dass die besten Geschichten oft dort beginnen, wo die Angst endet, und dass wahre Schönheit manchmal den Mut erfordert, sich in unbekannte Gewässer zu wagen

Autor:in
Gregor B.
IT Leiter aus Wien
kreativ, neugierig, amüsant
kreativ, neugierig, amüsant

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Diskussionsbeiträge (1)

10.09.2023, 10:22 Uhr
Dominik Kristen
10.09.2023, 10:22 Uhr
Hallo Gregor,
wirklich ein gelungenes Foto. Auch deshalb, weil keine Spuren im Sand zu sehen sind außer vom Hund.
Echt ein cooles Foto. Daumen hoch!
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