Das Foto zur Selbständigkeit

Eine Story von Daniel Fuchs
11.03.2024

In dieser Story

Es war der 20. August 2021

Am Samstag den 20.08.2021 stand für mich mal wieder eine Hochzeit zum Fotografieren im Terminkalender. Zu der Zeit arbeitete ich in der nähe vom Berliner Hauptbahnhof bei einem Immobilienunternehmen. Eine Arbeitskollegin erfuhr von meiner Nebentätigkeit als Fotograf und fragte mich, ob ich nicht Ihre Hochzeit fotografisch begleiten könnte.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits einige Hochzeiten in meinem Portfolio aber eben auch noch nicht so viele, als wenn ich es Hauptberuflich gemacht hätte. Ich war also schon sehr aufgeregt.
Das Brautpaar und ich vereinbarten im Vorfeld ein kleines Kennenlernshooting um herauszufinden, ob mein Foto Stil auch zu deren Vorstellungen passt. Das Shooting verlief super und meine Fotos sind sehr gut angekommen, ich war damit also gebucht.
Am Tag der Hochzeit war ich dann doch sehr aufgeregt. Ich habe das Brautpaar beim Getting-Ready begleitet und danach ging es dann mit einem Boot weiter auf die Insel.
Es war ein traumhafter Ort zum feiern aber auch zum Fotografieren. Die freie Trauung verlief reibungslos und auch die anschließenden Gruppen sowie Paarfotos waren schon bald im Kasten.
Danach war es etwas ruhiger und auf einmal merkte ich, dass meine Speicherkarte langsam aber sicher immer weniger Platz bot. Was habe ich etwa so viele Fotos gemacht? Ja! Hinzukommt aber auch, dass ich immer in RAW und jpeg fotografiere. Nun war die Speicherkarte voll und die Feier aber noch lange nicht vorbei. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte meinen Laptop mit eingepackt, was ich sonst vorher nie gemacht habe, und somit hatte ich die Möglichkeit die bisherigen Fotos auf meinem Rechner zu speichern.
Das Problem war nur, dass das echt lange gedauert hat, und so eine Zwangspause ist wirklich nervenaufreibend. Ich hatte dann aber das Glück, dass das Brautpaar total entspannt reagierte, nachdem ich von dem Fauxpas erzählte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, ich glaube es waren 15min, war dann die Karte wieder einsatzbereit und ich konnte weiter fotografieren. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Karte auch einen Fehler hatte, denn die Übertragungszeit kam mir auch sehr lange vor.
Nachdem ich also wieder meine Positionen eingenommen hatte und die Gäste fotografiert hatte bemerkte ich, dass die Sonne immer besser stand. Es war schon relativ spät aber noch genügend Zeit bis zum Sonnenuntergang. Ich bemerkte bei der Location, bereits im Vorfeld eine sehr coole Schaukel. Ich bin dann also zur Braut und bat Sie, sich einmal auf die Schaukel zu setzen. Das hat sehr gut geklappt und genau dabei ist eben auch dieses wundervolle Foto entstanden.
Warum aber ist dieses Bild für mich immer noch so besonders? Immer wieder wenn ich es ansehe, erinnere ich mich daran wie toll die Atmosphäre und das ganze Setting war.
Ich stand fast 3 Jahre später vor der Entscheidung nach einem Jobwechsel, erneut einen 40 Stunden nine to five Job anzunehmen, bei dem klar war, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie doch eher schlecht als recht ist und mir die Aufgaben als Industriekaufmann auch langsam zu dröge waren. Dann in dieser Phase der Unsicherheit ist mir diese Foto in die Hände gefallen und für mich war klar, Fotograf als Hauptberuf, das ist es. So habe ich mir dann meinen Traum erfüllt und mich zum Jahreswechsel 2024 hauptberuflich als Fotograf selbständig gemacht.
Auch wenn es jetzt erst 3 Monate her ist, ich merke dass es verdammt viel Arbeit ist, bereue ich diese Schritt jedoch keine Sekunde.

Autor:in
Daniel Fuchs
Fotograf aus Berlin
Ich bin leidenschaftlicher Fotograf für Hochzeiten, Boudoir und Portraits. Ich bin zweifacher Familienvater und wohne in Berlin. Ich habe 2024 meinen nine to five Job aufgegeben und konzentriere mich
Ich bin leidenschaftlicher Fotograf für Hochzeiten, Boudoir und Portraits. Ich bin zweifacher Familienvater und wohne in Berlin. Ich habe 2024 meinen nine to five Job aufgegeben und konzentriere mich

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