Alleine (?) an der Rotwand

Eine Story von Andreas Sauer
09.11.2023
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Aufstieg

Dieser verlief problemlos, die Sonne hat mich stetig begleitet, ebenso einige andere Wanderer.
Leider hatte das Rotwandhaus um diese Jahreszeit geschlossen, sodass ich mir keinen leckeren Kaiserschmarrn gönnen konnte.

Alleine (?)
Nicht der höchste Gipfel mit 1884m aber durchaus mit einem imposanten Panoramablick saß ich mit einer Frau am Gipfel, die sichtlich ihr Gipfelbier genoß. Ich hatte wohl doch den richtigen Sonnenuntergangsmoment erwischt, um die Sonne noch knapp zu erwischen.
Die Kamera klickte fleißig.

Nach ca. 30 Minuten sah ich mich aber um und war alleine auf weiter Flur, das Tageslicht langsam schwindend.

Also machte ich mich schleunigst auf den Weg Richtung einigermaßen gespurtem Weg, immer im Hinterkopf, am besten nirgends “umzuknicken” oder sonst irgendwas “passieren” zu lassen.

Nach der ersten Stunde hatte ich mich schon darauf eingestellt, die restlichen Höhenmeter alleine und mit Stirnlampe abzusteigen, die Berge glühten noch immer im Sonnenuntergang.
Ein traumhafter Anblick.

Gesellschaft (!)
Auf einmal hörte ich Stimmen, konnte diesen aber keine Richtung zuordnen, also ging ich einfach weiter.
An einer Abbiegung sah ich schemenhaft zwei Gestalten mit Tourenski in der Hand, einer der beiden entdeckte mich und sah mich einigermaßen erleichert an.

“Sag mal, hast du irgendetwas zu Essen?”
“Klar, hab zufälligerweise noch einiges übrig”

Zwei Müsliriegel später erzählten die beiden Männer mir, sie wären seit 9 Stunden unterwegs, hätten aber ein wenig länger gebraucht und nun ebenfalls auf dem Abstieg.

Ich war sehr froh, nicht komplett alleine den Rückweg antreten zu müssen und so schnallten wir die Stirnlampen auf und durften noch den restlichen Sonnenuntergang in den bayerischen Alpen genießen, bevor das Licht wirklich komplett ausgeschaltet wurde…ich danke Euch auf diesem Wege für Eure Gesellschaft, es war eine der Touren die ich nicht so schnell vergessen werde…

Ein Paket (?)
…als mich nämlich einer der Jungs nach meiner Adresse gefragt hatte, da ein persönliches Treffen leider nicht möglich war.

Er ist Bäcker in einer Münchner Großbäckerei und somit erreichte mich eine Woche später ein Paket mit Lebkuchen, sonstigen Leckeren und einem persönlichem Brief, den ich stets in Ehren halten werde.

Wie lecker waren diese Lebkuchen, vielen Dank!

Passt immer auf Euch auf und man sieht sich immer zwei Mal im Leben!

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Autor:in
Andreas Sauer
IT-Systemadministrator aus Vierkirchen
Nach der Devise "keep it simple" versuche ich mit den natürlich gegebenen Mitteln bzw. Licht immer gute Situationen zu zu erzeugen und freue mich immer über Foto-Talk :-)
Nach der Devise "keep it simple" versuche ich mit den natürlich gegebenen Mitteln bzw. Licht immer gute Situationen zu zu erzeugen und freue mich immer über Foto-Talk :-)
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Diskussionsbeiträge (1)

07.11.2025, 15:55 Uhr
Elvis741
07.11.2025, 15:55 Uhr
Sehr schöne Story mit einem sehr schönen Ergebnis.
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