Völkerschlachtdenkmal unter Sternen

Eine Story von Andre`s Lichtspielereien
09.01.2024

In dieser Story

Die Idee

Ich wollte schon lange ein Foto vom Völkerschlachtdenkmal bei Nacht machen. Ich wusste ja, wie schön es beleuchtet ist und hatte schon einige sehr beeindruckende Bilder gesehen. Aber bisher habe ich immer Ausreden gefunden, um mich davor zu drücken. Der Wunsch oder das Zielfoto war wohl bis gestern nicht groß genug. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich in den letzten Monaten fotografisch enorm weiterentwickelt habe. Vom sinnlosen rumknipsen und Lightroom ausprobieren und lernen bis zum jetzigen Stand. Natürlich gibt es noch viel Luft nach oben! Wenn ich mir hier einige Stories und Bilder ansehe. Respekt ihr Lieben – weiter so. An dieser Stelle auch ein riesen Dankeschön an Herrn Wiesner und sein Team, die diese tolle Seite mit dieser Tollen Community aus dem Boden gestampft haben. Danke!

 

Die Umsetzung

Endlich war es soweit: Gestern war der Tag der Tage.

Meine Fotowetter App hat den Wetteralarm „klarer Nachthimmel“ angezeigt. Natürlich muss man nur raus gehen bzw. aus dem Fenster schauen um das festzustellen, aber gut. Ein Hoch auf die heutige Technik. Es juckte schon in den Fingern. Aber was im Vordergrund? Wieder ein See, der im Hintergrund das Licht einer Stadt hat, die das Bild überstrahlt? Nein, darauf hatte ich gestern beim besten Willen keine Lust. Nicht bei der Kälte. Meine Verlobte hat auch gesagt, es ist kalt. Zu Hause bleiben – wie auch mein Fotokumpel Jens mit dem ich gerade die Fotobeute des Tages austauschte. Aber die Unruhe ließ nicht nach, ich musste wieder raus, ich wollte DAS Bild machen, obwohl ich am Nachmittag schon ein paar gute gemacht hatte.

Ich schaute auf die Karte. Wo konnte ich nur hin? Und wieder eine Stimme, die sagt: „Bleib zu Hause; es ist kalt“. Dann fiel es mir wieder ein, das Völkerschlachtdenkmal unter Sternen, das habe ich noch nie gesehen, das sieht bestimmt toll aus. Also schnell in die Klamotten, das Stativ an den immer gepackten Rucksack, ab ins Auto und los ging’s. Einmal quer durch die Stadt. Kurz vor dem Ziel leuchtete es schon in voller Pracht und auch ein paar Sterne waren in der hell erleuchteten Stadt zu sehen. Meine Motivation wurde immer größer und das Grinsen in meinem Gesicht immer breiter. Dort angekommen gab es kein Halten mehr. Wie beeindruckend dieses Monument doch ist, erst recht bei Nacht.

Nun baute ich meine Ausrüstung auf: Stativ, Kamera drauf, Fernauslöser und der Astroklar-Filter durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich machte ein paar Probeschüsse und schaute sie mir an, aber irgendetwas störte mich. Als Objektiv benutzte ich das Samyang 24mm F1.8. Auf APSC entspricht das 36mm. Das war mein Problem – ich war zu nah dran. Also ein paar Meter zurück und nochmal.

Es hat sich gelohnt! Was ein paar Meter ausmachen können. Während der Belichtung für das Denkmal (60 Sekunden bei Blende 22 und ISO 100) noch ein Foto vom Aufbau mit dem Handy gemacht und Jens geschickt. Und weiter ging es. Jetzt die Sterne, die Blende ganz weit auf, auf 1.8, die üblichen 13 Sekunden und dann ein paar verschiedene ISO-Werte. Für das Ergebnis habe ich mich für das Bild mit ISO 1000 entschieden.

 

Die Nachbearbeitung

Mit einem Lächeln auf den Lippen zu Hause angekommen, habe ich schnell die Bilder auf das Tablet geladen und in Lightroom nachbearbeitet. Das war der leichte Teil. Jetzt kam der schwere Teil. Ich hatte noch nie zuvor in diesem Umfang mit Photoshop gearbeitet. Ich wusste zwar ungefähr, wie es geht, aber das war es auch schon. Also die Bilder in Photoshop hochgeladen und los ging es. Es fing damit an, dass das Lasso nicht das machte, was ich wollte. Also hieß es lesen, lesen und nochmals lesen. Am Ende habe ich es aufgegeben.

Das Lasso hat nicht ganz das gemacht, was ich wollte, weil es schon einige dunkle Stellen gab. Also ging es mit dem Radiergummi los, beide Bilder übereinander gelegt. Mit dem Bleistift jeden Pixel wegradiert. Jetzt die Ernüchterung: Die Bilder waren nicht zu 100% übereinander. Woran konnte das liegen?! Wahrscheinlich habe ich beim Verstellen der Blende die Kamera um einen Millimeter verschoben. Schon passte es nicht mehr. Also ging es wieder ans Lesen. Wie verschiebe ich die Bilder? Nachdem ich das herausgefunden hatte, kam ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Es war geschafft.

 

Schlusswort

Ich bin stolz auf mich, dass mir dieses Bild gelungen ist. Als Hobbyfotograf, der immer noch lernt und dazulernt, ist dies mein persönliches Zielfoto – für den Moment?! 🤔

 

Autor:in
Andre`s Lichtspielereien
Disponent aus Raum Leipzig
Ich fotografiere auf gewisse Weise mein ganzes Leben. Bis vor gut einem Jahr eher unbewusst. Nun bin ich stetig am lernen und mich verbessern.
Ich fotografiere auf gewisse Weise mein ganzes Leben. Bis vor gut einem Jahr eher unbewusst. Nun bin ich stetig am lernen und mich verbessern.

Gefällt dir diese Story?

Schreibe deine Story

Diskussionsbeiträge

Noch keine Diskussionsbeiträge vorhanden. Schreibe jetzt den ersten Beitrag!
Jetzt mitdiskutieren
Du bist interessiert an neuen Equipment?
Jetzt Angebot mit Bestpreis-Garantie sichern.