Vanlife Mallorca

Eine Story von Thomas Santen
03.04.2023
Verwendetes Equipment: Nikon AF 28 mm 2.8 D

Vorab

Ein richtiges Zielfoto hatte ich ursprünglich nicht im Kopf. Wie ich dann aber doch zu tollen Erinnerungen und einigen Sehnsuchts-Fotos gekommen bin, möchte ich hier erzählen.

Mallorca

Im Vorhinein war mir die Insel nur als Ballermann ein ferner Begriff. Dass sich dort aber auch eine atemberaubend schöne Landschaft befindet, das wurde mir erst vor Ort klar. Wie sich auch herausstellte, ist Mai die perfekte Zeit für Mallorca. Es ist Frühling und die Pflanzenwelt blüht wunderschön auf. Außerdem ist die Hauptreisezeit erst später, also bleiben die Massen an anderen Touristen aus.

Lolita

Um alle möglichen Highlights der Insel einmal kennenzulernen, mieteten meine Frau und ich uns “Lolita”, einen liebenswürdigen VW T3 Bus mit viel Charme und Eigenheiten. Damit erkundeten wir Mallorca eine Woche lang von der Nordküste bis in den Osten. Ein viel zu kurzer Zeitraum, wie sich herausstellte! Hier möchte ich von einigen (Foto-)Highlights unseres Roadtrips berichten.

Kap Formentor

Wir steuerten zunächst den 1. Punkt unserer Route an: Den Leuchtturm vom Kap Formentor, der nördlichste Punkt der Insel und bekannt für traumhafte Sonnenuntergänge. Ich als Oberbayer habe mit Leuchttürmen natürlich nicht viel am Hut, darum mussten wir hier als erstes hin. Kurz vorm Ziel war allerdings die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, sodass uns nichts anderes übrig blieb als wieder umzudrehen. Hier kam der 1. Vorteil unserer mobilen Unterkunft zum Tragen: Wir hielten an einer kleinen Kiesfläche hoch über der Bucht der Halbinsel und wollten über Nacht bleiben. Da die Straße die einzige auf Kap Formentor ist und wohl wegen der Baustelle kein Verkehr mehr war, hatten wir unseren Platz ab Nachmittag komplett für uns alleine! Gut, wenn man die zahlreichen Ziegen und Vögel vernachlässigt, die auf und neben der Straße zu Hause sind. Der Handbremse vertrauend parkten wir Lolita so, dass wir am nächsten Morgen nur die Klappe öffnen mussten um den Sonnenaufgang über dem Mittelmeer zu genießen. Nach einem leckeren Abendessen schliefen wir ein und wachten um 6:00 zu einem beeindruckenden Stillleben wieder auf:
Ein Segelboot hatte in der Nacht noch in der Bucht Halt gemacht und schaukelte morgens sanft auf den Wogen des Mittelmeers. Die Sonne kitzelte uns sanft über die Nasen, während wir uns mit einem frischen Kaffee und einem leckeren Frühstück für den neuen Tag stärkten. Hier ist auch mein Titelbild zur Story entstanden.

Cala Llombards

Nach diesen Eindrücken war uns nach Sandstrand. Wir fuhren an die Ostküste, wo es die einmalige Möglichkeit gibt, mit seinem Gefährt quasi bis an den Sandstrand heran zu fahren, um dort parken zu können. Da auch hier wieder die Einheimischen ab dem frühen Abend alle wieder nach Hause gefahren sind, hatten wir den Strand für uns und konnten Lolita in die vorderste Reihe stellen, mit Blick aufs Meer.
Hier eine kleine Anekdote für Fotografen: Stellt sicher, dass ihr eure Akkus laden könnt! Ich wusste, dass unser Bus mit Strom aus einem PV-Paneel versorgt werden würde. Dass es aber nur USB-Anschlüsse gibt und keine 220V Steckdose, war mir nicht bekannt. Da meine D850 zur Generation DSLR gehört, ist Laden mit USB-Kabel nicht möglich und so haben mir am nächsten Morgen die Mitarbeiter der Strandbar glücklicherweise erlaubt, meine Akkus über den Tag dort laden zu können. Glück gehabt. Im Gegenzug dazu ließen wir uns natürlich einen Mojito schmecken und haben ein ordentliches Trinkgeld dagelassen. ?

Puig de Sant Salvador

Der letzte Punkt unserer viel zu kurzen Reise führte uns auf einen sehr besonderen Berg. Auf dem Gipfel des rund 510m hohen “Puig de Sant Salvador” steht das ehemalige gleichnamige Kloster sowie am anderen Ende eine riesige Statue des Heiligen. Der Rest des sehr langgezogenen Gipfelplateaus besteht aus einer großen Parkfläche, von der aus man eine 360° Sicht auf ganz Mallorca hat.
Ihr könnt euch vorstellen, dass sowohl Sonnenuntergang wie -aufgang atemberaubend schön anzuschauen waren! Auch hier wieder das geniale am Vanlife: Man ist von abends bis morgens für sich alleine und kann den Platz ungestört genießen.

Alles in allem war dieser viel zu kurze Urlaub auf Mallorca ein Traumerlebnis und ist mein persönlicher Sehnsuchtsort mit Potential für viele weitere schöne Erlebnisse und Geschichten geworden.

 

Weitere Bilder

 

 

Autor:in
Thomas Santen
aus Oberbayern
Hobbyfotograf mit Leidenschaft für alles, was vor die Linse springt.
Hobbyfotograf mit Leidenschaft für alles, was vor die Linse springt.

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