Schweden Roadtrip mit neuem E-Auto

Eine Story von Christian Link
12.02.2024

In dieser Story

Endlich wieder Schweden!

Nachdem wir 2019 das letzte Mal für längere Zeit in Schweden waren, haben wir es 2023 endlich wieder für über 2 Wochen nach Schweden geschafft.
Bisher waren wir nur in Südschweden, dieses Mal ging es weiter in den Norden in die Region Jämtland.
Landschaftlich ganz anders als bei uns oder in Südschweden, viel dünner besiedelt und nicht immer asphaltierte Straßen.
Unser Basislager war eine Ferienwohnung in der Nähe von Östersund, von dort aus sind wir jeden Tag zu einer neuen Tour aufgebrochen.
Die Planung der Touren hatte ich schon ca. 1 Jahr vor dem Urlaub gemacht – im Prinzip haben wir uns auch an den Plan gehalten.

 

Zeit ist relativ

Nachdem wir mein Highlight (Flatruetvägen) schon hinter uns hatten, standen Wasserfälle auf dem Programm.
Hat aber nicht so geklappt. Aber dazu später mehr.
Wir sind morgens bei bestem Wetter losgefahren und erst mal in die falsche Richtung.
Also ganz nach Plan. Aber dann ist uns eingefallen, dass wir noch gar nicht mit der Fähre über den Storsjön gefahren sind!
Also kehrten wir um und fuhren am Ferienhaus vorbei in Richtung Fähre.
Die Wartezeit dort habe ich mit einem Drohnenflug und ein paar Fotos überbrückt.
Mit der Fähre, die übrigens kostenlos ist, haben wir übergesetzt (Fähre – Insel – Fähre) und sind dann zu unserer eigentlichen Tour gestartet.

Entlang des Storsjöns fuhren wir Richtung Kallsjön und an dessen Ufer durch die Berge.
Wir hielten immer wieder an, um wunderschöne Seen zu fotografieren, sahen unterwegs einen Elch am Tag (leider hatte ich keine lange Brennweite und er wollte nicht warten!) und verloren irgendwie die Zeit aus den Augen.

An einem der Seen haben wir ein schwedisches Pärchen getroffen, das in der Gegend verschiedene Analysen durchführte und in Sachen Umweltschutz unterwegs war.
Als wir sie nach unseren weiteren Tageszielen (die Wasserfälle!) fragten, meinten sie nur, dass wir das wohl nicht schaffen würden.
Wir wollten es nicht glauben, aber nach einigen Schotterpisten und Zwischenstopps (mehr tolle Landschaft, Rentiere) wurde es langsam dunkel und wir waren immer noch 1 1/2 Stunden vom ersten Wasserfall entfernt.
Also strichen wir das Tagesziel.

Norwegen!?
Und dann waren wir plötzlich in Norwegen!
Unsere Straße führte ein paar Kilometer durch Norwegen, bevor sie wieder Richtung Schweden abbog.

 

Zurück in Schweden

Die Straße führte uns auf eine Hochebene mit einer tollen Aussicht auf eine vermutlich norwegische Bergkette.
Der Magen knurrte, also suchten wir uns einen Platz mit Aussicht, hielten an und aßen erst einmal unsere Sandwiches.
Die Sonne ging unter und ich nutzte die Gelegenheit für ein paar Fotos.
Dabei entstand das Zielfoto (HDR aus drei Aufnahmen).
Meine Frau hat es mit dem iPhone dokumentiert.

Nach getaner Arbeit fuhren wir nach Hause, als wir an den Wasserfällen vorbeifuhren, war es übrigens stockdunkel.
Unterwegs haben wir noch andere Elche gesehen, das sind schon tolle Tiere – sehr entspannt und irgendwie cool.

 

Fazit

Der Tag bot eigentlich alles: Tolles Wetter, faszinierende Landschaften, Elche und Rentiere, netter Austausch mit Schweden, aber leider nicht DAS Zielfoto an einem der Wasserfälle.
Das sollte auch vorerst so bleiben.
Der nächste Versuch, zu den Wasserfällen zu fahren, fiel ins Wasser – es regnete in Strömen, so dass wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause fuhren.
Am dritten Tag haben wir aber dank intensivem Studium der versch. Wetter-Apps genau die 1 1/2h vor Ort erwischt, in denen es nicht geregnet hat – aber das ist eine andere Geschichte.

Der Tagesabschluss war dann wie immer die Datensicherung und das Schreiben des Reisetagebuchs für die Familie: https://herbie-electric.de/2023/08/13/schweden-herbst-2023/

“Tag 08” ist übrigens der oben beschriebene Tag.

2024 fahren wir nicht nach Schweden, aber für 2025 ist das Ferienhaus schon reserviert, wir fahren noch ein paar 100 km weiter nach Norden.

 

P.S.: Das neue E-Auto hat die Strapazen gut überstanden, aber das Putzen hat gedauert… der Staub der Schotterpisten dringt überall ein.
P.S.2: Ladesäulen gab es mehr als genug, im “Hinterland” muss man halt etwas planen, aber das ist bei uns auch nicht wirklich besser.

 

Autor:in
Christian Link
Head of Customer Support aus Berlin
Selten ohne Kamera unterwegs, kein Markenfetischist, Objektivsammler.
Gefühlt überall in Berlin anzutreffen.
Ich sehe schwarz-weiß, meistens jedenfalls - aber ich entwickle auch Fotos in Farbe. :P
Selten ohne Kamera unterwegs, kein Markenfetischist, Objektivsammler.
Gefühlt überall in Berlin anzutreffen.
Ich sehe schwarz-weiß, meistens jedenfalls - aber ich entwickle auch Fotos in Farbe. :P

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