Man sollte seine Kamera kennen

Eine Story von Sensorgrafie
12.08.2023

In dieser Story

Weiteres Equipment: Stativ, Fernauslöser, Verlaufs und ND Filter

In Frankreich unterwegs

Beim Fotografieren des Phare de Kermorvan in Frankreich, war ich zum Sonnenuntergang noch im Hafen am Ausleger, von dem aus man den Leuchtturm sehen kann. Ich fertigte Langzeitbelichtungen mit Filtern an und habe hier noch meine kabelgebundene Fernauslösung genutzt. Nach Sonnenuntergang habe ich dann den Standort gewechselt und bin zum Leuchtturm selbst gefahren. Vom Parkplatz aus ist es noch ein kleiner Fußmarsch bis zum Leuchtturm. Eine Taschenlampe hatte ich zwar dabei wollte sie aber nicht einsetzen, denn bis sich die Augen gänzlich an die Dunkelheit gewöhnt haben, dauert es gut und gerne bis zu 20 Minuten. Neben der Taschenlampe blieben auch die Filter im Auto und damit leider auch meine Fernbedienung, die in der Filtertasche war.

Maximum 30 Sekunden

Am Leuchtturm endlich angekommen habe ich meine Kamera auf’s Stativ gesetzt und ausgerichtet. Es war Stockduster (nein ich meine nicht meinen PKW, obwohl der auch im Dunkeln stand und es für ihn Stock-Duster war). Nur das grelle Licht des Leuchtfeuers kreuzte durch den Nachthimmel. Ich konnte mit bloßen Augen nicht erkennen, wie der Leuchtturm aussah. Nur die Langzeitbelichtung mit meiner Kamera brachte die Details zum Vorschein. Für das Foto musste ich allerdings tricksen. Da die Fernbedienung im Auto war und ich dennoch eine Langzeitbelichtung machen wollte konnte ich also nur die interne maximale 30 Sekunden Belichtungszeit nutzen. Längere Belichtungszeiten wären nur durch Drücken und Halten des Auslösers möglich gewesen, doch das hätte die Kamera unweigerlich wackeln lassen.

WTF

Zu Hause in Deutschland habe ich dann bemerkt, dass ich auch in der Kamera eine interne Langzeitbelichtungsfunktion habe, die mir auch ohne Fernbedienung eine längere Belichtungszeit als 30 Sekunden ermöglicht. Schade, dass hätte ich gerne vorher gewusst und auch ausprobiert, man sollte seine Kamera also kennen. Dennoch ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Das Foto ist recht scharf und hat Tür und Fenster, sowie Strukturen zum Vorschein gebracht, die vor Ort mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen waren. Das Leuchtfeuer war einfach zu hell für die Augen.

Autor:in
Sensorgrafie
SharePoint Administrator aus Aachen
Foto-Trainer, Blogger, Wanderführer
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