Kuba, das Land der unverwirklichten Möglichkeiten

Eine Story von Sebastian Forck
14.03.2023
Verwendetes Equipment: Sony Alpha A7II, Minolta 24-105mm F3,5-4,5

Durch Trump nach Kuba…

Im März 2018 besuchte ich im Rahmen einer Studienreise Kuba. Ursprünglich war für diesen Zeitraum eine Reise nach Alaska geplant. Nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA musste allerdings ein anders Reiseziel her. Welch bessere Alternative gab es als nach Kuba zu reisen. 14 Tage voller Programm und wundervollen Eindrücken. Eine Reise die die Augen geöffnet hat und neue Perspektiven ermöglichte.

An meinem letzten Tag in Kuba, hatte ich die Möglichkeit ohne den vom Staat vorgegebenen Tourguide durch Havanna zu streifen. Beim schlendern durch diese spannende und abwechslungsreiche Stadt, eroberte ich mir diese durch die Suche nach dem passenden Motiven. Der Verfall und die Morbidität auf der einen Seite. Die Lebenslust und ganz viel Hoffnung auf ein besseres Leben auf der Anderen. Ganz viele Eindrücke die mir ins Auge fielen. Das eine oder andere, das ich auf den Sensor meiner Kamera bannte. So stieß ich auch auf den Schulhof inmitten von Havanna.

Das Dilemma

Schulen und Universitäten können von jedem Kubaner kostenlos besucht werden. Kuba hat eine der geringsten Analphabetenraten auf der ganzen Welt. Eine gute Ausbildung hilft nur leider nicht wirklich viel, wenn man in der Tourismusbranche ein Vielfaches dessen verdienen kann, das man bekommt, wenn man als Arzt tätig wäre. Zusätzlich kommen nun wieder stärkere Sanktionen der USA hinzu und die Corona-Pandemie, die insbesondere der Tourismusbranche sehr stark zugesetzt haben. Und somit ist heute mein Bild noch viel mehr Sinnbild einer Gesellschaft, die noch immer extrem unter den Folgen der politischen Geschichte leidet.

Die Kubaner die heute die Insel verlassen, kommen meistens nicht wieder. Reisefreiheit ist ein Begriff der kaum eine Bedeutung hat. Und somit findet man das Dilemma dieses Landes in meinem Bild direkt wieder.
Ein sehr gutes Bildungssystem, das zugleich schrecklich veraltet ist. Menschen, die eigentlich Gefangen im eigenen Land sind. Eingesperrt hinter Gittern. Und der Verfall einer Stadt, die gleichzeitig von unglaublicher Schönheit geprägt ist.

All die Hoffnung auf ein besseres Leben, das so aber vermutlich niemals zu erreichen ist.

Autor:in
Sebastian Forck
Angestellter aus Berlin
Fotografie war mein Hobby. Mittlerweile allerdings habe ich meine Leidenschaft immer mehr mit in meinen Beruf hineingetragen.
Fotografie war mein Hobby. Mittlerweile allerdings habe ich meine Leidenschaft immer mehr mit in meinen Beruf hineingetragen.

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