Ein letztes Bild

Eine Story von Oscar Altenberg
06.03.2023

In dieser Story

Weiteres Equipment: Canon 70-210 FD

Einleitung

Im Oktober verbrachte ich mit meiner Freundin einen wundervollen Urlaub in Sanremo. Während unserer Ausflüge hatte ich schon oft den Spot am Ende des Hafens ausgespäht und die Möglichkeiten für tolle Fotos ausgelotet. Am Abend vor unserem Besuch dort hatte ich bereits ein paar Probefotos gemacht, um die mir ein paar Motive auszusuchen.
Auf der Suche nach dem perfekten Foto: Die Location ist wirklich cool und wir befanden uns auf großen Steinen an der Mole/Steg, die als Wellenbrecher fungieren. Allerdings mussten wir vorsichtig sein, wo wir hintraten, um nicht auszurutschen und ins Wasser zu fallen. Wir hatten uns also an diesem Abend entschieden, mit dem Fahrrad dort hinzufahren. Meine Freundin hatte ein gutes Buch dabei, während ich meine Sony a6000 ausgepackt habe, um einige Aufnahmen zu machen.

Hürden und Probleme auf dem Weg zum Foto

Es wurde allmählich dunkel und ich war begeistert von den Möglichkeiten, die sich mir boten, um die beleuchtete Stadt in der Dunkelheit zu fotografieren. Meine Freundin wurde jedoch langsam ungeduldig, was ich ihr nicht verdenken konnte. Ich beschloss, nur noch ein Foto zu machen – ein Panorama von drei vertikalen Bildern, bevor ich die Kamera in Sicherheit bringen würde.

Die unerwartete Wendung

Danach hob ich das Stativ mit der Kamera hoch mit den Worten: „Dann bringe ich mal die Kamera in Sicherheit.“ und wollte mich gerade umdrehen, als ich im Augenwinkel eine weiße Kamera hinunterfallen sah, samt Objektiv. Mir wurde sofort klar was passiert ist, und dass die Kamera hinüber war. Salzwasser und der Sturz – das konnte diese Kamera niemals überleben.

Die Rettung

Aber ich wollte unbedingt die SD-Karte retten, da es einige Fotos darauf gab, die nicht nur meiner Ansicht nach schön waren, sondern auch einen sentimentalen Wert hatten. Ich bin also direkt hinterher. Meine Freundin konnte es zunächst gar nicht glauben, dass das meine Kamera war. Sie hat dann die Taschenlampe ihres Handys angemacht und ich habe so viel ausgezogen wie nur ging (zum Glück war es Dunkel und niemand anderes da) und bin ab ins Wasser auf der Suche nach der weißen Kamera. Zum Glück ist die Kamera weiß und somit fand ich sie zum Glück schnell und konnte sie aus dem Wasser fischen. Ich habe sofort die SD-Karte herausgenommen. Leider war das Objektiv hinüber und auch die Kamera hatte den Sturz ins Wasser nicht überlebt. Das Objektiv konnte ich gut verkraften da es ein altes Canon 70-210 FD war. Die Kamera hingegen war meine erste, und hat mir immer gute dienste geleistet.

Die Folgen

Auf dem Heimweg gab mir meine Freundin netterweise ihre Jacke, da ich meinen Pullover zum Abtrocknen verwenden musste. Wir lachten gemeinsam über die Situation und trotz des Verlustes der Kamera waren wir glücklich darüber, dass wir diesen besonderen Abend miteinander verbracht hatten und dass ich zumindest die SD-Karte hatte. Problem war nur, dass ich kein SD Karten Leser mit im Urlaub hatte, sondern meine Bilder immer per Kabel an den Laptop transferiert habe. Weil die Kamera also kaputt war, musste ich warten, bis ich aus dem Urlaub zurück war, um herauszufinden, ob die SD-Karte noch funktionierte. Zum Glück war wenigstens das der Fall, weshalb ich euch hier die Fotos von dem Abend zeigen kann.

Fazit

Manchmal geht man für die perfekten Fotos eben ein wenig zu weit, aber es lohnt sich, wenn man tolle Erinnerungen bewahren kann – auch manchmal ein bisschen schmerzhaft wird. In meinem Fall habe ich die Kamera verloren, aber dank meiner Hartnäckigkeit und der Hilfe meiner Freundin konnte ich zumindest die SD-Karte retten. Auch wenn das Objektiv und die Kamera selbst hinüber waren, hatte ich zumindest die wertvollen Erinnerungen in Form von Bildern gerettet.

 

Weitere Bilder

 

 

Autor:in
Oscar Altenberg
Student aus Belgien
Sportökonomie Student in Bayreuth, der als Hobby Fotographie betreibt.
Sportökonomie Student in Bayreuth, der als Hobby Fotographie betreibt.

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