Warum macht jeder RAW?

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Warum setzen Sony, Nikon und Fuji eigentlich auf eigene RAW-Formate? Nikons neue Z5 II und der Kameramarkt im Wandel. Das und mehr in den Wiesnernews.

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07.04.2025

2 Antworten zu „Warum macht jeder RAW?“

  1. Avatar von Friedhelm Gahr
    Friedhelm Gahr

    Die Frage hatte ich mir auch gestellt. Ich hatte mich dann aber irgendwann entschieden iPhone-kompatibel zu bleiben und komplett auf HEIF 4:2:2 zu setzen. Die möglichen Nachteile sind für mich als Amateur vernachlässigbar UND ich habe sie im Kopf, falls Situationen RAW einmal die klügere Lösung sein sollte. Heute habe ich aber ChatGPT dazu befragt und interessante Antworten bekommen – für alle, die es interessiert.

    In welchen Foto-Szenarien kann, sollte oder muss man HEIF oder RAW den Vorzug geben?

    HEIF und RAW bieten erhebliche Vorteile in bestimmten Fotografie-Szenarien, in denen Bildqualität, Nachbearbeitungsmöglichkeiten und Flexibilität entscheidend sind. Hier sind einige Szenarien, in denen es sinnvoll ist, HEIF oder RAW den Vorzug zu geben:

    1. Professionelle Fotografie (z. B. Porträts, Hochzeiten, Mode)
    • Warum wichtig: In der professionellen Fotografie, besonders bei Porträts oder Hochzeiten, sind Details, Farbgenauigkeit und der Dynamikumfang entscheidend, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
    • RAW: Bietet die höchste Flexibilität in der Nachbearbeitung, einschließlich der Korrektur von Belichtung, Weißabgleich und Schattendetails. RAW-Dateien sind ideal, wenn du die komplette Kontrolle über die Bildbearbeitung haben möchtest.
    • HEIF: Wenn eine effizientere Dateigröße bei gleichbleibend hoher Qualität benötigt wird, bietet HEIF 4:2:2 eine gute Kompromisslösung, da es eine exzellente Farbgenauigkeit und Detailtreue bei kleineren Dateigrößen bietet.

    2. Landschafts- und Architekturaufnahmen
    • Warum wichtig: Landschaften und Architektur erfordern oft einen hohen Dynamikumfang, um Details in den Schatten und den Lichtern zu bewahren.
    • RAW: Besonders bei extremen Lichtverhältnissen (z. B. bei Sonnenaufgängen oder -untergängen) ermöglicht RAW es dir, die Belichtung und Details zu maximieren, ohne wichtige Bildinformationen zu verlieren.
    • HEIF: Bei weniger extremen Szenen, wo du trotzdem eine gute Bildqualität bei geringeren Dateigrößen benötigst, kann HEIF 4:2:2 eine praktische Wahl sein.

    3. Nacht- und Low-Light-Fotografie
    • Warum wichtig: Bei schlechten Lichtverhältnissen kann es schwierig sein, die richtige Belichtung zu erreichen, ohne Details in den dunklen oder hellen Bereichen zu verlieren.
    • RAW: RAW-Dateien speichern alle Details, die bei der Aufnahme im Dunkeln möglicherweise verloren gehen. Dies ist besonders hilfreich bei der nachträglichen Bearbeitung von Belichtung und Rauschen.
    • HEIF: In Szenarien mit weniger extremem Low-Light, aber dennoch einer Notwendigkeit für bessere Farbwiedergabe und Details als JPEG bieten, kann HEIF eine effizientere Alternative zu RAW sein, besonders wenn Speicherplatz wichtig ist.

    4. Bildbearbeitung und Compositing
    • Warum wichtig: Bei der Erstellung von Bildmontagen oder der Bearbeitung von Bildern, die eine hohe Detailgenauigkeit erfordern (z. B. Retusche von Porträts, das Ersetzen von Himmel oder das Kombinieren von Bildern), ist ein Format, das viele Bilddaten speichert, erforderlich.
    • RAW: RAW bietet die nötige Flexibilität, um tiefgehende Anpassungen vorzunehmen, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.
    • HEIF: In Fällen, in denen du eine kompaktere Datei benötigst, aber dennoch eine hohe Qualität erhalten willst, eignet sich HEIF 4:2:2 gut für solche Anwendungen.

    5. Astrofotografie
    • Warum wichtig: In der Astrofotografie ist es wichtig, so viele Details wie möglich zu erfassen, vor allem in den dunklen Bereichen des Bildes (z. B. Sterne und Nebel).
    • RAW: RAW ist entscheidend, da es alle Daten der Kamera speichert und dir die Möglichkeit gibt, Belichtung und Rauschen in der Nachbearbeitung zu korrigieren, um das bestmögliche Bild zu erzeugen.
    • HEIF: In dieser speziellen Situation wird RAW in der Regel bevorzugt, aber HEIF könnte in weniger anspruchsvollen Aufnahmesituationen eine praktikable Lösung bieten.

    6. Produktfotografie
    • Warum wichtig: In der Produktfotografie sind Schärfe, Farben und Details von entscheidender Bedeutung, um die Produkte genau darzustellen.
    • RAW: Ermöglicht es dir, die Belichtung und den Weißabgleich präzise anzupassen, um ein Bild mit der besten möglichen Detailtreue und Farbgenauigkeit zu erzielen.
    • HEIF: Wenn die Qualität wichtig ist, aber der Speicherplatz begrenzt ist, kann HEIF eine gute Wahl sein, um qualitativ hochwertige Bilder zu speichern und die Dateigröße zu minimieren.

    7. HDR-Fotografie (High Dynamic Range)
    • Warum wichtig: Bei HDR-Aufnahmen geht es darum, einen großen Dynamikumfang zu erfassen, der sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereichen Details enthält.
    • RAW: Für HDR-Aufnahmen ist RAW der ideale Ausgangspunkt, da es den vollen Dynamikumfang aufnimmt, was für die spätere Erstellung von HDR-Bildern aus mehreren Belichtungen notwendig ist.
    • HEIF: HEIF 4:2:2 könnte auch in HDR-Anwendungen nützlich sein, wenn der Dynamikumfang weniger extrem ist, aber dennoch eine bessere Kompression und hohe Farbtiefe gewünscht sind.

    8. Künstlerische Fotografie und Fine Art
    • Warum wichtig: In der künstlerischen Fotografie ist es oft entscheidend, die Bildqualität auf höchstem Niveau zu erhalten, um die künstlerische Vision zu verwirklichen und später viele Bearbeitungsoptionen zu haben.
    • RAW: RAW gibt dir die größte Freiheit bei der Nachbearbeitung, was in der künstlerischen Fotografie, bei der kreative Freiheit und Detailgenauigkeit erforderlich sind, unverzichtbar ist.
    • HEIF: Auch hier könnte HEIF 4:2:2 sinnvoll sein, wenn die Datei kleiner sein soll, aber immer noch eine sehr gute Qualität für die kreative Arbeit bieten muss.

    9. Fotografie für Druck (z. B. große Formate)
    • Warum wichtig: Wenn Bilder für den Druck in großen Formaten (z. B. Plakate, Banner) verwendet werden, ist die Bildqualität entscheidend, um Details auch bei großem Maßstab zu erhalten.
    • RAW: Für den Druck von hochauflösenden Bildern ist RAW wichtig, da es die bestmögliche Qualität und Flexibilität bei der Bearbeitung bietet. Du kannst Details anpassen und sicherstellen, dass das Bild scharf und detailreich bleibt, auch wenn es vergrößert wird.
    • HEIF: HEIF kann in einigen Fällen auch für Druck verwendet werden, vor allem, wenn du die Dateigröße im Vergleich zu RAW reduzieren möchtest, aber dennoch eine hohe Qualität benötigst.

    Fazit:

    RAW sollte bevorzugt werden, wenn maximale Flexibilität in der Nachbearbeitung, die höchste Bildqualität und der größte Dynamikumfang benötigt werden, wie es in der professionellen Fotografie, Landschafts- und Porträtaufnahmen oder spezialisierten Disziplinen wie Astrofotografie der Fall ist. HEIF ist eine gute Wahl, wenn du die Vorteile einer hohen Bildqualität und einer effizienten Kompression benötigst, aber nicht die massive Dateigröße von RAW wünschst, und ist besonders nützlich in mobilen Anwendungen oder bei der Arbeit mit modernen Geräten, die HEIF unterstützen.

    Da mir das noch nicht ausreichte, wollte ich mehr zu HEIF wissen. Bitteschön:

    Welche HEIF-Formate gibt es und was sind deren Vor- und Nachteile?

    Das HEIF (High Efficiency Image Format) ist ein moderner Bildstandard, der entwickelt wurde, um eine hohe Bildqualität bei gleichzeitig geringeren Dateigrößen zu bieten. Innerhalb von HEIF gibt es verschiedene HEIF-Formate, die für unterschiedliche Anwendungsfälle optimiert sind. Die wichtigsten HEIF-Formate sind:

    1. HEIF mit 4:2:0 Chroma Subsampling
    • Beschreibung: Dies ist das gängigste HEIF-Format, das häufig in mobilen Geräten verwendet wird, insbesondere in iPhones und iPads. Es verwendet eine Kompression, die die Farbinformationen (Chroma) in einer niedrigeren Auflösung speichert, was zu einer Reduzierung der Dateigröße führt.
    • Vorteile:
    • Effiziente Dateigröße: Es bietet eine sehr gute Kompression und ermöglicht kleinere Dateigrößen als Formate wie JPEG bei vergleichbarer Bildqualität.
    • Hohe Bildqualität: Besonders in modernen Geräten mit leistungsfähigen Prozessoren bleibt die Bildqualität hoch, selbst bei niedrigeren Dateigrößen.
    • Unterstützung für Metadaten und Transparenz: HEIF kann auch Transparenz (wie PNG) und Metadaten (wie EXIF) speichern.
    • Nachteile:
    • Chroma Subsampling: Durch die Verwendung von 4:2:0 Chroma Subsampling gehen feine Farbdetails in den Bildbereichen verloren, was zu einer geringeren Farbgenauigkeit führen kann, besonders in Bereichen mit feinen Farbverläufen oder starken Farbänderungen.
    • Kompatibilität: Obwohl die Unterstützung für HEIF wächst, ist es nicht so universell kompatibel wie JPEG und kann auf älteren Geräten und Software nicht immer geöffnet oder bearbeitet werden.

    2. HEIF mit 4:2:2 Chroma Subsampling
    • Beschreibung: Bei diesem Format werden die Farbinformationen mit einer höheren Auflösung gespeichert (4:2:2 im Vergleich zu 4:2:0), was zu einer besseren Farbgenauigkeit und weniger sichtbaren Farbverlusten führt.
    • Vorteile:
    • Bessere Farbgenauigkeit: Das 4:2:2 Chroma Subsampling bietet eine genauere Farbwiedergabe und ist besser geeignet, um feine Farbdifferenzen zu bewahren, insbesondere in Bildern mit subtilem Farbverlauf.
    • Bessere Qualität bei Bildbearbeitung: Ideal für Szenarien, in denen das Bild nachbearbeitet werden soll, da es weniger Farbverluste gibt.
    • Nachteile:
    • Größere Dateigröße: Die Dateigröße ist im Vergleich zu 4:2:0 höher, da mehr Farbinformationen gespeichert werden. Es ist jedoch immer noch deutlich effizienter als JPEG.
    • Kompatibilität: Wie bei 4:2:0 kann auch 4:2:2 bei älteren Geräten und Software zu Kompatibilitätsproblemen führen.

    3. HEIF mit 4:4:4 Chroma Subsampling (Lossless)
    • Beschreibung: Dies ist die höchste Qualitätsstufe des HEIF-Formats, bei dem keine Farbsubsampling-Kompromisse gemacht werden. Alle Farbinformationen werden mit voller Auflösung gespeichert, was zu einem qualitativ hochwertigeren Bild führt.
    • Vorteile:
    • Beste Bildqualität: Es bietet die höchste Farbtiefe und Farbgenauigkeit, da keine Farbkompression erfolgt. Besonders nützlich für professionelle Anwendungen wie die Fotografie oder Grafikdesign.
    • Verlustfreie Kompression: In der lossless Version von HEIF (verlustfrei) können alle Bilddetails ohne Verluste gespeichert werden.
    • Nachteile:
    • Sehr große Dateigrößen: Die Dateien sind größer als bei 4:2:0 oder 4:2:2, was es weniger geeignet für den alltäglichen Gebrauch macht, insbesondere auf Geräten mit begrenztem Speicherplatz.
    • Kompatibilität: Verlustfreie HEIF-Dateien sind möglicherweise weniger gut unterstützt als die verlustbehafteten Varianten und erfordern oft spezielle Software oder Geräte, um sie korrekt anzuzeigen oder zu bearbeiten.

    4. HEIC (High Efficiency Image Coding)
    • Beschreibung: HEIC ist ein Containerformat, das HEIF zur Speicherung von Bildern verwendet. Es kann nicht nur einzelne Bilder speichern, sondern auch sequenzielle Bildfolgen (wie Live-Fotos oder Animationen), was es von HEIF unterscheidet.
    • Vorteile:
    • Speicherung von Sequenzen: HEIC kann sowohl Bilder als auch Videos oder Animationen in einem einzigen Container speichern, was es ideal für Anwendungen wie Live-Fotos auf iPhones macht.
    • Effiziente Kompression: Bietet im Vergleich zu traditionellen Formaten wie JPEG eine viel effizientere Kompression bei gleichzeitig hoher Bildqualität.
    • Nachteile:
    • Komplexere Verarbeitung: Da es sich um ein Containerformat handelt, kann die Handhabung von HEIC-Dateien in Software oder auf Geräten, die HEIF nicht unterstützen, schwieriger sein.
    • Kompatibilität: Es gibt noch nicht überall umfassende Unterstützung für HEIC, besonders bei älteren Geräten oder Anwendungen.

    5. HEIF mit Bildsequenzen (z.B. für Live-Fotos oder Animationen)
    • Beschreibung: Einige Varianten von HEIF, wie sie in modernen iPhones verwendet werden, ermöglichen das Speichern von Bildsequenzen (wie Live-Fotos), bei denen eine kurze Bildfolge (z. B. 3 Sekunden) in einem einzigen HEIF-Container gespeichert wird.
    • Vorteile:
    • Live-Fotos und Animationen: Ermöglicht die Aufnahme von bewegten Bildern in einer komprimierten, aber dennoch hochwertigen Form. Dies ist besonders nützlich für Funktionen wie Apple Live Photos.
    • Effiziente Speicherung: Die Sequenzen werden sehr effizient gespeichert, was Speicherplatz spart, ohne die Qualität erheblich zu beeinträchtigen.
    • Nachteile:
    • Komplexität: Das Verarbeiten und Bearbeiten von Bildsequenzen kann für einige Software oder Geräte problematisch sein, da sie diese nicht immer richtig anzeigen oder bearbeiten können.

    Fazit:
    • 4:2:0 ist am weitesten verbreitet und bietet eine gute Balance zwischen Bildqualität und Dateigröße, besonders für den alltäglichen Gebrauch und mobile Geräte.
    • 4:2:2 eignet sich für Anwendungen, bei denen eine bessere Farbgenauigkeit und Detailtreue erforderlich sind, etwa in der Fotografie oder bei der Nachbearbeitung.
    • 4:4:4 (Lossless) bietet die höchste Qualität, eignet sich aber eher für professionelle Anwendungen, bei denen die Dateigröße und die Bearbeitungsmöglichkeiten keine Einschränkungen darstellen.

  2. Avatar von Wolfgang Kraft
    Wolfgang Kraft

    Moin, dank eines Tipps von dir habe ich bei meiner Fuji X T-50 vor einiger Zeit von JPEG auf Heif umgestellt: höhere Bildqualität und geringere Speicherauslastung.
    Aber: es geht doch nichts über RAW bei besonderen Gelegenheiten wie Astrofotografie oder aber anspruchsvollen Landschafts- und Archtitekturaufnahmen (was ich überwiegend fotografiere)…
    Mein Problem ist, dass meine Kamera nur einen SD-Slot besitzt, sodass ich fast überwiegend RAW und Heif auf eine Karte packen muss…
    Ich überlege, nur noch in RAW zu fotografieren, was bedeutet, dass mehr Zeit aufgewendet werden muss, um die Dateien in JPEG zu entwickeln…
    Allerdings werde ich mit hervorragenden Ergebnissen belohnt.
    Meine nächste Fuji wird wieder zwei SD-Slots haben.
    Schöne Grüße, Wolfgang

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