Zwischen Beständigkeit und Vergänglichkeit
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Eines meiner ersten Bilder als Hochzeitsfotograf
Dieses Bild entstand 2019 nach einer standesamtlichen Trauung in Mainz, genauer gesagt im Kulturzentrum. Es ist also schon einige Zeit vergangen – und doch lässt es mich bis heute nicht los. Immer wieder findet es seinen Platz auf meiner Homepage.
Warum? Für mich ist es eine zeitlose Aufnahme, die die Beständigkeit der Fotografie widerspiegelt. Gleichzeitig erzählt sie aber auch von Vergänglichkeit – davon, wie Lebensabschnitte uns prägen und verändern.
Die Idee hinter dem Bild
Die Idee entstand ganz spontan. Ich sah die Lampen und den Treppenaufgang und wusste instinktiv, dass sich diese Szene perfekt für ein Silhouettenbild eignen würde.
Es war außerdem eines meiner ersten Fotos, bei denen ich Blitzlicht bewusst kreativ am Tag eingesetzt habe. Im Grunde ging es mir darum, den Blitz nicht nur technisch, sondern gestalterisch einzusetzen.
Für mich mehr als nur ein Foto
Für mich ist dieses Bild weit mehr als nur eine schöne Aufnahme. Es hat über die Jahre hinweg an Bedeutung gewonnen. Es erinnert mich daran, wie vergänglich unser Leben ist und wie sehr wir uns in einzelnen Lebensphasen verändern.
Auch für das Brautpaar nahm die Geschichte eine andere Wendung – sie trennten sich einige Jahre später. Davon erfuhr ich, als mich der Bräutigam im Namen seiner Ex-Frau bat, das Foto zu löschen.
Solche Einblicke bekommt man sonst selten – meist nur dann, wenn man erneut angefragt wird. In diesem Fall hatte seine Ex-Frau das Bild auf meiner Homepage des öfteren aufgerufen und wurde dabei mit Erinnerungen konfrontiert, die für sie schwer zu ertragen waren.
Letztlich einigten wir uns gemeinsam darauf, das Foto nicht zu löschen. Gerade weil es genau das verkörpert, was es für mich bedeutet: Beständigkeit und Vergänglichkeit zugleich.











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