Zwischen Atemzügen
In dieser Story

Ein Tag voller Schwere
Es war kein leichter Tag. Mehrere Schicksalsschläge hatten sich aneinandergefügt, und schon bevor ich die Kamera in die Hand nahm, lastete viel auf mir. Ich suchte den Ausgleich im Sport. Bewegung bis an die Grenze, um für einen Moment Kontrolle zu spüren.
Warum dieses Foto entstand
Am Abend, erschöpft und doch unruhig, kam der Gedanke, noch “Mensch” zu üben. Ein Porträt. Kein inszeniertes Bild, sondern eines, das genau diesen Zustand einfängt: Schwere, Müdigkeit, den momentanen Kampf.
Hürden und Widerstände
Die größte Hürde war nicht die Technik, sondern die Ehrlichkeit. Mich zu zeigen, war eine Entscheidung gegen die immer präsente Fassade. Technisch war es ein Ringen mit Dunkelheit, Licht und Fokus und Kontrolle. Aber gerade das Unperfekte machte es stimmig.
Das Besondere am Bild
Es ist kein klassisches Porträt. Der Arm mit Tattoo schiebt sich wie ein Schild ins Bild, das Gesicht bleibt halb im Schatten. Doch genau dadurch bekommt das Foto Tiefe: Es erzählt nicht von Glanz, sondern von Aushalten. Von der Kraft, nach einem schweren Tag doch noch etwas zu schaffen, wenn auch nur den Mut, die Kamera auf sich selbst zu richten.
Der Spannungsbogen
Vom Gewicht des Tages über die körperliche Anstrengung bis hin zu diesem stillen Moment vor der Kamera zieht sich eine Linie. Keine Heldin, kein Triumph. Sondern das Zwischendrin: Zwischen Atemzügen, zwischen Erschöpfung und Bewusstsein, zwischen Fallenlassen und Weitermachen.










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