Zufallsbegegnung mit einer Fuchsfamilie
In dieser Story

Prolog:
die Begegnung, von der ich gleich erzähle, war eine Zufallsbegegnung, eine Momentaufnahme von wenigen Minuten. Keine Vorbereitung, kein Ansitz, keine perfekte Position und viel zu weit weg. Natürlich kann man mir daher die Bildkomposition negativ auslegen, wäre aber unfair. Diese Story ist einfach nur eine Erlebniserzählung von einer spontanen, herzerwärmenden Begegnung.
Die Begegnung
Ich habe, quasi vor der Haustür, einen Weiher samt Fluss daneben, wo ich regelmäßig einen Eisvogel beobachten kann. Ich gehe dort mehrmals pro Woche hin, der Fußweg von mir daheim beträgt gerade mal 10 Min und führt mich zunächst an einem kleinen Waldstück, das eher ein länglicher Waldstreifen ist, vorbei. Ich habe dort im Februar schonmal einen Fuchs laufen sehen, hätte mir aber niemals gedacht, dass sich die Fähe dort niederlassen würde.
Und so spazierte ich nichtsahnend Tag für Tag, Monat für Monat an diesem Fuchsbau vorbei, ohne es zu wissen. An diesem heißen Sonntagmorgen vor 2 Wochen wollte ich also wieder nach dem Eisvogel am Fluss schauen, habe den Ansitz jedoch nach 2 1/2 Stunden abgebrochen und trat den Rückweg an.
Unterm Gehen blickte ich mich um und da war doch was: ein weit entfernter, rötlich orangener “Kleks” im Feld, der sich auch bewegte. Erst dachte ich an ein kleines Reh, doch dann kam ein zweiter kleiner Kleks aus dem Wald heraus, gefolgt von einem schon deutlich größeren dritten. Ich ab hinter einen Busch, Fernglas raus und dann erkannte ich mein Glück: eine Fähe mit 2 Welpen!! Wow!!! So lange habe ich mir gewünscht, Fuchswelpen zu sehen; bin zwischen Februar und Juni viel herumgewandert, habe gesucht, mich angesetzt und gewartet, doch nie auch nur den Hauch einer Wahrnehmung gehabt.
Und jetzt tollen da zwei schon deutlich erwachsener gewordene Welpen, dennoch mit deutlich erkennbaren jungen Gesichtszügen, mit ihrer Mama herum, völlig unbeeindruckt vom Spazierweg in etwa 80 Meter Entfernung. Kamera wieder aus dem Rucksack geholt (natürlich habe ich wie immer den typischen Fehler gemacht und sie schon weggepackt), schnell ein paar Bilder gemacht und nach wenigen Minuten, vielleicht 10, waren sie dann auch schon wieder weg.
Ich bin kein Experte, aber das Verhalten der Füchse sprach laut einem befreundeten Jäger schon sehr dafür, dass die Familie genau dort ihren Bau hat. Die Jungen sind mehrmals in den Wald hineingelaufen und wieder herausgekommen, die Fähe ging teilweise etwas weiter auf’s Feld hinaus um nach Beute zu suchen, kam aber auch mehrmals wieder zurück. Trotzdem war und ist das bis jetzt mein einzige Begegnung dort gewesen. Vielleicht wird der Bau, falls er dort ist, ja nächstes Jahr wieder verwendet.















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