Zeit für Fokus
In dieser Story



Die Idee
Die Idee zu dieser Serie entstand eher kurzfristig. Während der Vorbereitung wurde klar, dass es weniger um die Übungen selbst gehen sollte, sondern um das, was davor und danach passiert. Die Konzentration, die Anspannung im Körper und im Kopf, wenn zwischen den Sätzen kurz Ruhe einkehrt.
Zeit für Fotos
Am Tag der Aufnahme wurde bewusst langsam gearbeitet. Es gab keinen festen Ablauf, nur ein kleines “moodboard” welches ich mir am Tag zuvor ausgearbeitet hatte und Zeit zum Beobachten. Erst während des Shootings fiel auf, dass den Bildern etwas fehlte. Die Anstrengung war da, aber nicht sichtbar genug. Kurz davor entstand der Gedanke, Schweiß gezielt einzusetzen. Da ich kein Profi bin, war das kein perfekter Plan, sondern eher ein Versuch. Im Nachhinein war ich froh darüber, künstliche Schweißperlen zu verwenden, weil genau dieses Detail den Bildern Spannung und Glaubwürdigkeit gegeben hat. In den Aufnahmen ohne Schweiß fehlte etwas, das Anspannung und Belastung transportiert.
Künstliches Licht für Reduktion
Die Entscheidung für künstliches Licht fiel, um die Person klar vom Raum zu trennen. Der Athlet sollte als helles Element in einem dunklen, leeren Raum stehen. Ohne Ablenkung. Der Raum reduziert, der Fokus auf Körperhaltung, Blick und Gedanken zwischen den Sätzen.
Ganz unkompliziert war das nicht. Die Balance zwischen Ruhe und Spannung zu finden, war eine Herausforderung. Zu viel Aktion hätte den Moment zerstört, zu wenig hätte ihn belanglos wirken lassen. Vieles entstand durch Ausprobieren, Verwerfen und erneutes Ansetzen.
Das Ziel
Am Ende zeigt die Serie keinen Wettkampf und keine Leistungsmessung. Sie zeigt einen Zustand. Den Moment, in dem der nächste Versuch noch nicht begonnen hat, aber im Kopf bereits präsent ist.
Athlet: Christopher Siebert
Location: Trojan Performance – Klagenfurt
















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