Winterliebe und eine Dampflok
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Jeder Mensch hat so Dinge, die er gerne mal gemacht haben möchte, auf die er eine große Vorfreude hegt. Bei mir gehört eine fahrt mit der HSB auf den Brocken zu diesen Dingen. Was liegt da näher, als das im Winter bei Eis und Schnee umzusetzen. Denn auch den Winter, den mag ich.
An einem Sonntag, anfang Februar beim Frühstück, kam mir dann spontan in den Kopf es umzusetzen. Ich habe dann noch beim Frühstück ein Hotel gebucht, meine Sachen gepackt und bin losgefahren. Als ich dann abends am Hotel ankam, stand auf der anderen Straßenseite auf den Gleisen noch ein großes, schwarzes und schnaubendes Ungetüm. Die Vorfreude auf den nächsten Tag stieg.
Am nächsten Tag ging es dann direkt nach dem Frühstück los, um den ersten Zug Richtung Brocken zu nehmen. Nach dem Kauf der Karte und einer kurzen Begutachtung der Lok, konnte ich direkt in einen der Waggons einsteigen. Die Fahrt ging los und nach ein paar kurzen Stationen in Wernigerode und Umgebung kamen wir hinaus in die wundervolle, verschneite Harzer Winterlandschaft. Schnell stellte sich ein Gefühl der Ruhe und Entschleunigung ein, was irgendwie ein wenig paradox ist, da die Dampflok/Eisenbahn eines der Symbole der Industrialisierung und damit auch unserer heutigen, schnellebigen, Ressourcen verschwendenden Gesellschaft ist.
Nach ca. 1,5h fahrt, durch eine märchenhafte Winterlandschaft, kam ich um kurz nach 11 Uhr, oben am Brocken an. Da ich schon wieder Hunger hatte, ging es nach einem kurzen Spaziergang auf dem Brocken, erstmal zum Brockenwirt, um zu Mittag zu essen. Währenddessen überlegte ich mir, wo ich denn möglichst schöne Fotos der Brockenbahn machen könnte und kam zu dem Schluss, dass ich mich ein wenig Bergabwärts, zum Goethe Wanderweg begeben sollte.
Nach dem Mittagessen ging es dann kurz bergab und ein wenig in den Wanderweg hinein, bis ich eine passende Stelle, mit gutem Blick auf die Gleise, gefunden hatte. Ab jetzt hieß es warten auf die rauf und runterfahrenden Züge. Beim warten entschädigte die tolle Landschaft, mit den zugeschneiten Tannen, hin und wieder durchziehenden Nebelschwaden, bis sich die schnaufende und qualmende Lok den Berg hoch quälte.
Da die Loks sich immer gut hörbar schnaufend ankündigten, hatte ich genug Zeit mich für die Fotos vorzubereiten. Als Kamera hatte ich meine Nikon Z8 dabei und habe mich für das Z24-120 f4 entschieden um maximal flexibel zu sein, da ich sehr weit in die Gleise hineinschauen konnte. Es war schon ein toller Anblick, wie sich die Lok, dunkle Wolken in die Luft schnaubend, den Berg hochquälte. Zwischen den Aufnahmen hieß es immer wieder warten, bis die nächste Lok sich ankündigte und ich mich wieder bereit machte.
Nach ein paar Stunden in der Kälte, mit tollen Fotos und Erinnerungen, machte ich mich wieder auf den Weg zum Bahnhof auf dem Brocken, um den Zug um 16.22 zurück nach Wernigerode zu nehmen. Den tollen Tag ließ ich dann im Hotel bei einem leckeren Essen, die Bilder des Tages anschauend, gemütlich ausklingen. Am nächsten Tag ging es dann zufrieden zurück nach Hause.




















Diskussionsbeiträge (3)
Vielen Dank für die lieben Worte. :)
Ich war im Hotel Altora Wernigerode. Ist gemütlich und sehr nettes Personal. Man sollte im Restaurant allerdings reservieren, wenn man dort abends einen Platz bekommen möchte. ;)