Wenn der Nachwuchs wachsen muss

Eine Story von Patrick Steckmeister
02.01.2025
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Es ist Samstag, und ich bin mit dem Fahrrad unterwegs. Mein Hintern tut weh, und eigentlich möchte ich nur noch nach Hause. Ich habe mir alle paar Kilometer eine Pause eingeplant, und die nächste ist kurz vor einem Bahnübergang vor einem kleinen Ort an der Weinstraße. Gerade fahre ich unter einem großen Walnussbaum hindurch und wundere mich über die weißen Flecken auf dem Boden. Erst mache ich mir keine großen Gedanken, denn ich brauche dringend etwas zu trinken. Schnell stelle ich das Fahrrad an einen Pfosten, hole meine Trinkflasche aus dem Rucksack und nehme ein paar Schlucke.

Während ich da stehe, sehe ich plötzlich, wie ein Vogel aus dem Baum auffliegt. Er ist groß, und sofort wird mir klar, dass es ein Greifvogel sein muss. Schade, denke ich, denn ich hätte so gerne einen Greifvogel fotografiert. Doch mein Blick wandert zurück in den Baum, und da entdecke ich etwas: Zwischen den Blättern, etwa drei Meter über mir, sitzen die Jungtiere des Vogels, der gerade weggeflogen ist! Ein Nest kann ich nicht entdecken, aber plötzlich wird mir klar, was hier passiert – die Jungtiere werden von ihren Eltern an diesem Baum gefüttert. Das machen Greifvögel oft, um ihren Nachwuchs auf das selbstständige Jagen vorzubereiten.

Schnell renne ich zu meinem Rucksack zurück, schraube das Objektiv mit der längsten Brennweite, die ich dabeihabe, auf die Kamera und richte sie auf den Baum. Zu meiner Freude sind die Jungtiere gar nicht scheu. Im Gegenteil: Sie beobachten mich neugierig, als ob sie sich fragen, was dieser Mensch mit dem klackernden Ding wohl vorhat. Ich bin begeistert! Die jungen Turmfalken scheinen sich durch meine Anwesenheit überhaupt nicht stören zu lassen. Einer von ihnen knabbert sogar genüsslich an einem Stück Beute, während ein anderer auf dem Ast hockt und mich aufmerksam mustert.

Ich habe Zeit, in aller Ruhe ein paar Fotos zu machen, und genieße den Moment. Was für eine schöne Überraschung mitten auf meiner Radtour!

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Autor:in
Patrick Steckmeister
Fachkraft für Maschinensicherheit aus Eisenberg in der Pfalz
Aufgewaschen in einem kleinen Dorf, mitten in der Natur, habe ich mit 16 Jahren mit dem Fotografieren begonnen. Ursprünglich wollte ich nur ein paar Fotos machen, wenn ich unterwegs war, aber dann wurde so viel mehr daraus. Heute fotografiere ich mit großer Freude alles, was mir vor die Linse kommt.
Aufgewaschen in einem kleinen Dorf, mitten in der Natur, habe ich mit 16 Jahren mit dem Fotografieren begonnen. Ursprünglich wollte ich nur ein paar Fotos machen, wenn ich unterwegs war, aber dann wurde so viel mehr daraus. Heute fotografiere ich mit großer Freude alles, was mir vor die Linse kommt.
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Diskussionsbeiträge (1)

09.02.2025, 19:19 Uhr
Ludwig W.
09.02.2025, 19:19 Uhr

Hallo Patrick,

Tolle Fotos!! Den Turmfalken möchte ich dieses Jahr unbedingt ebenfalls ablichten! Mal sehen ob das genauso gut klappt wie bei dir 😊 

 

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