Vogel im Raps
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Inspiriert von einem Kurzfilm des bekannten Wildlife Fotografen und Biologen Chris Kaula über Fotomotive im April begab ich mich an einem sonnigen Vormittag zu einem schon kräftig gelb blühenden Rapsfeld, das an die in unserer Umgebung als „Tintenfass der Wetterau“ bezeichnete ehemalige Windmühle angrenzt.
Mein Ziel war es, in dem Blütenmeer des Rapsfeldes auf den höher stehenden Stengeln nach Vögeln, wie z. B. Braun- oder Blaukehlchen zu schauen. Bevor ich mich so richtig auf das Blütenmeer konzentrieren konnte, wurde ich bereits von einer Schafstelze auf dem angrenzenden Wiesenweg überrascht, die gerade mit einer im Gras entdeckten Raupe ihren Frühstückstisch bereicherte.
Nach zahlreichen Aufnahmen der Schafstelze stellte ich im Hintergrund auf einer verwilderten Ackerfläche einen Vogel fest, den ich nicht erkennen bzw. einer Vogelart zuordnen konnte. Wozu gibt es denn Nachschlagewerke dachte ich und lies die ersten Bilder auf meinem Smartphone checken. Was ist das, ein Steinschmätzer, noch nie gehört und in den Jahren meiner Naturfotografie noch nie zuvor in unserer Gemarkung gesehen.
Fast hätte ich schon meine Suche nach einem Braun- oder Blaukehlchen vergessen, als ich unweit des erstmals gesichteten Steinschmätzers ein Braunkehlchen entdeckte. Aber ich wollte es doch im Blütenmeer des Rapsfeldes fotografieren.
Ich ging also entlang des Rapsfeldes weiter und hoffte nun endlich auf ein schönes Foto. Wohin meine Blicke auch schweiften, es flogen gelegentlich im Rapsfeld aus dem Nichts kommend Vögel auf und verschwanden auch gleich wieder, ohne dass ich die Gelegenheit fand ein Bild von ihnen zu machen.
Mit fortschreitender Zeit wanderte die Sonne immer höher und ich konnte beim Fokussieren bereits Hitzeflimmern erkennen, was die Aufnahmen im Rapsfeld nicht leichter machen sollten. Und dann war es plötzlich doch so weit, als ich relativ weit von mir entfernt einen Vogel auf einem Blütenstengel sitzend entdeckte. Es war ein Braunkehlchen, das zu meiner Freude doch eine Weile sitzen blieb und mir ein paar Aufnahmen ermöglichte. Leider war die Entfernung so groß, dass die Bildqualität hinter meinen Erwartungen zurück blieb.
Während ich auf dem Wiesenweg weiter ging, schaute ich immer mal nebenan auf die verwilderte Ackerfläche und entdeckte dort wieder auf vertrockneten Stengeln sitzende Vögel. Es war erneut ein Braunkehlchen, das ich dort aufnehmen konnte und nicht weit davon saß ein Bluthänfling. Nach ein paar Aufnahmen wanderte ich weiter um das Rapsfeld und war zwischenzeitlich auf der Gegenseite angekommen, wo mir leider das Gegenlicht zu schaffen machte. Eine letzte Aufnahme mit Gelb war dann eine Biene auf einer Löwenzahnblüte.
Es war inzwischen Mittagszeit geworden, als ich auf dem Rückweg noch das Glück hatte, ein schönes Foto von einer Feldlerche auf dem Wiesenweg zu machen.
Trotz der nicht erfüllten Erwartungen von mehr Aufnahmen aus dem Rapsfeld war es für mich ein gelungener Vormittag.




















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