Über den Dächern Münchens – mit der Mini 3
In dieser Story

Der Plan, der keiner war
Der 15. März 2026 begann eigentlich ohne große fotografische Ambitionen. Ich war für einen Einführungsshoot nach München gefahren – ein Termin, der sich früher als erwartet auflöste. Plötzlich hatte ich freie Stunden in einer Stadt, die ich zwar kenne, aber selten wirklich sehe. Die DJI Mini 3 steckte noch im Rucksack, der Akku war voll geladen, und der Himmel über München zog ein weiches, diffuses Licht auf – kein goldenes Postkartenlicht, sondern dieses kühle, ehrliche Märzlicht, das Konturen schärft statt sie zu schmeicheln.
Ich stand am Marienplatz, schaute auf mein Handy und dann nach oben. Die Türme der Altstadt. Die Frage war nicht ob – sondern wo.
Airspace Check, Wind-Check, Nervenflattern
München Innenstadt ist aus drohnen-rechtlicher Sicht alles andere als ein entspannter Spielplatz. Bevor die Mini 3 überhaupt aus dem Case kam, stand ein genauer Blick in die Luftraumkarte. Die gute Nachricht: Die DJI Mini 3 liegt unter 250 Gramm – das erleichtert vieles. Die schlechte Nachricht: Windböen von bis zu 35 km/h waren angesagt.
Ich prüfte die Windwerte mehrfach. Die Mini 3 ist nicht gerade für ihre Sturmfestigkeit bekannt. Doch die Böen kamen in Abständen – dazwischen lagen Fenster von relativer Ruhe. Das musste reichen.
Der Moment der Idee
Beim ersten Aufstieg über die Dächer der Innenstadt passierte das, was beim Fliegen manchmal passiert: Man sieht plötzlich etwas, das man zu kennen glaubte – aus einem völlig neuen Winkel.
Die vergoldete Figur auf dem Kirchturm. Von der Straße aus kaum wahrnehmbar, ein Detail im Stadtbild. Aus der Luft aber, auf Augenhöhe mit den Türmen: ein leuchtendes, goldenes Wesen mit Flügeln und Rad – und dahinter das gesamte Panorama Münchens. Theatinerkirche links, Frauenkirche rechts, die Stadt so weit das Auge reicht.
Ich positionierte die Mini 3 vorsichtig. Der Abstand zur Figur musste stimmen – nah genug für Schärfe und Wirkung, weit genug, um nicht gegen den Turm zu fliegen.
Was dieses Foto besonders macht
Es ist kein technisch perfektes Bild – und das ist gut so. Der Himmel ist nicht dramatisch, die Stadt liegt ruhig und unspektakulär da. Aber genau das macht es aus: Die DJI Mini 3 brachte mich auf Augenhöhe mit einem goldenen Wächter, der hoch über dem Münchner Alltag thront und die Stadt schon lange kennt – bevor es Drohnen, Autos und Touristenströme gab.
Das Foto zeigt keine Hochglanzversion Münchens. Es zeigt die Stadt so, wie sie an einem normalen Märzsonntag ist – leise, ehrlich, ein bisschen grau. Und mittendrin dieser eine goldene Moment, der ohne 250 Gramm Drohne und ein bisschen Risikobereitschaft gegen den Wind niemals entstanden wäre.











Diskussionsbeiträge (1)