Surferstrand – Eigentlich
In dieser Story
Der Plan
Ursprünglich wollte ich Freunde beim Surfen fotografieren. Da wir alle Spätaufsteher sind, dachten wir: hey, am Nachmittag und Abend ist doch auch schön zu fotografieren. Problem: die Küste in Portugal geht nach Westen raus. Es war kaum bewölkt und volle Sonne. Im Gegenlicht konnte ich schon bald nichts mehr erkennen. Display und Sucher meiner Sony a7CR in Kombination mit meinen Augen konnten bei der Helligkeit einfach kaum etwas unterscheiden. Ich habe tatslächlich ein paar akzeptable Surfer-Fotos gemacht….Hatte aber erst zu Hause am Monitor bemerkt, dass es halt nicht meine Freunde waren :-D. Im harschen Gegenlicht sind alle Surfer gesichtslose, schwarze Flecken in der blenden-weißen Gischt.
Die Kapitulation
Nicht lange und ich habe vor lauter Licht tränende Augen bekommen und bald kaum noch was gesehen. Also habe ich das gelassen und bin am Strand entlang. Paar Schnappschüsse hier und da. Ich bemerkte, dass sich nach und nach ein schöner Sonnenuntergang ergeben würde. Orangewarmes Licht und blaues Meer. Der Klassiker könnte vielleicht etwas ergeben. Auf einer Mole in der Entfernung standen einige Angler und Schaulustige. Und immer wieder schlugen die Wellen im Gegenlicht über mannshoch. Das könnte etwas werden.
Doch noch ein Bild
Manchmal ist es doch so: man möchte eigentlich schon einpacken. Der ursprüngliche Plan hat nicht geklappt. Und schon auf dem Rückweg bleibt man plötzlich hängen – das könnte doch auch was sein? Tolle Farben, Silhoutten, Wellenspektakel….Einfach reingehalten und gedacht: wer braucht schon Surfer Bilder? Das ist doch auch toll. Ein versöhnlicher Abschluss und wieder gewusst, warum das ein tolles Hobby ist. Wer weiß. Ohne Fotografie hätte ich diese Szene vermutlich nicht beobachtet, vielleicht nicht einmal bemerkt.
















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