Streetfotografie ist nicht nur “Camera in the face”
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Ich bin kein Paragraphenreiter und will es auch nicht sein. Hinsichtlich der Gesetze in Bezug auf Datenschutz, Kunsturheberrechtsgesetz, Recht am eigenen Bild und was es nicht alles gibt kenne ich mich nicht gut aus. Ich höre mal dies, mal jenes. Mal zugunsten der Streetfotografie, mal dagegen.
Und wisst ihr was? Ist mir alles sch*** egal. Ich bin leidenschaftllich gerne in den Straßen unterwegs, habe schon etliche Tage damit verbracht, interessante städtische Motive, ganz egal ob Mensch, Tier oder Architektur zu fotografieren und ich hatte noch nie Probleme.
Meine Strategie ist einfach: Ich bin kein Fan von “Camera in your face”. Ein Taxifahrer im Portrait, eine Dame, die ihren Fiffi Gassi führt… interssiert mich nicht. Und falls doch mal ein super interessanter Charaktermensch vorbeikommt, den ich unbedingt frontal fotografieren will? Dann mach ich es! Und wenn es dem- oder derjenigen auffällt, stelle ich den Kontakt her. “Servus Grüß Gott, ich habe soeben ein Foto von Ihnen/Dir gemacht, ist das in Ordnung, soll ich es Ihnen/Dir zeigen? Soll ich es löschen? Ich hätte folgende Idee damit…
Und wenn es nicht auffällt? Umso besser!
Viel mehr ist meine Art der Streetfotografie ohnehin mehr in die Unterkategorien FineArt und Minimalismus einzuordnen. Das Gesicht eines Menschen ist zweitrangig. Es geht um Kontraste in allen erdenklichen Formen: Farblich, größentechnisch, neu vs. alt, modern vs. altertümlich, Schatten vs. Licht,… Es geht um Bedeutung und Message. Ihr wisst, was ich meine. Gleichzeitig sollen die Bilder Raum für Interpretationen lassen und sich auf das Wesentliche konzentieren.
Die Szene hat Vorrang vor dem einzelnen Motiv. Diese Art der Fotografie kommt meiner Meinung nach überhaupt nicht einmal in die Nähe irgendeiner rechtlichen oder moralisch verwerflichen Grenze.


















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