stiller Gigant
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Im Sommer 2017 war ich mit meiner Frau in Nova Scotia im Osten Kanadas. Zu Beginn der Reise hatten wir 2 Tage auf Brier Island, im Nordwesten der Halbinsel, geplant.
Der erste Tag mit einem Zodiac war sonnig und aufregend und wir konnten einige Buckelwale sehen.
Am zweiten Tag hatten wir eine Fahrt mit einem größeren Boot geplant. Es stellte sich heraus, dass das Boot nur im Sommer für Whale Watching eingesetzt wurde. Im Winter diente es als Fischerboot. Aber alles wäre gut gewesen, wenn es an dem Tag nicht verregnet und extrem nebelig gewesen wäre. Nun, wir hatten gebucht und gehofft, dass es schon irgendwie besser wird.
Das Meer war spiegelglatt, und kein Lüftchen bewegte sich. Wir fuhren hinaus auf das Meer und hatten eine maximale Sicht von 60 Metern. Mein Gedanke war, dass wir bei dem Wetter mit Sicherheit keine Wale sehen würden. Der Kapitän meinte, er würde den Motor abstellen und das Boot eine Zeit lang treiben lassen, da das Boot nicht wie die Forschungsschiffe über moderne Ortungstechniken verfügt.
Also “plätscherten” wir eine Zeit vor uns her und lauschten dem Meer. Es war totenstill, und man konnte den Regen förmlich fallen hören. Plötzlich das ersehnte Geräusch, der Blast mehrerer Wale. Und sie kamen genau auf uns zu. Und dann waren sie da. Drei Buckelwale die genau am Boot vorbei schwammen. Der Moment, als sie aus dem Nebel kamen, ließ sämtliche Haare aufstellen. Ich bin sofort zum Bug gegangen und hoffte auf das Bild, das ich tatsächlich bekommen habe. Einer der Wale tauchte genau vor dem Bug ab, wobei er seine Fluke weit aus dem Wasser hob.
Der Tag mit dem Zodiac war spektakulär und hatte mehr Sichtungen. Aber diese Fahrt bleibt in Erinnerung, da sie voller Frieden und Ruhe war.










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