Spinne im Morgentau
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Die Pilzfotografie hat es mir echt angetan und ich bin im Herbst mittlerweile fast immer ohne mein geliebtes Tele unterwegs und schaue nicht nach oben (Vögel) sondern auf den Boden (Pilze). So war das auch an diesem Sonntag im November, an dem ich in einem Waldstück bei mir um die Ecke unterwegs war. Viele Pilze gab es zwar nicht, aber für ein paar Fotos zum üben und ausprobieren reicht es im Herbstwald immer. Da ich das Fokusstacking für mich entdeckt habe, probierte ich das bei einigen Pilzen aus, war aber nicht so richtig zufrieden mit den Einzelaufnahmen.
Also einpacken und weiter suchen. An einer Rückegasse im Wald fand ich dann eine Spinne mit den kläglichen Resten ihres taunassen Netzes. Da die Rückegasse Licht in den Wald ließ, konnte ich die Spinne schön vor den hellen Bereichen des Hintergrunds platzieren, hatte aber dann das Problem, dass das Netz nicht mehr im Fokus lag. Also entschied ich mich hier auch ein Fokusstacking zu probieren. Bei einer Blende von 5,6 und 105 mm Brennweite brauchte es 20 Bilder um von der Spinne bis zum Netz alles scharf abzubilden. Trotz gefühlter Windstille wackelt so ein Netz ununterbrochen, so dass ich einige Male 20 Bilder durchlaufen ließ.
Diese Art der Fotografie entschleunigt mich ungemein und ist trotzdem sehr spannend, weil man das fertige Bild erst nach dem Zusammenfügen sieht. Bei diesem Bild hat das automatische Zusammensetzen in Photoshop einigermaßen gut funktioniert, aber an den feinen Fäden des Netzes gibt es immer Fehler und komische Effekte, also habe ich das händisch noch mal komplett korrigiert und sicher 3-4 Stunden investiert, bis das Foto scharf war.
Mit dem Ergebnis bin ich allerdings sehr zufrieden und für mich ist es eines meiner besten Fotos aus den letzten Jahren.











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