Spider Cat
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Aufgenommen wurde das Foto mit einer Olympus OM-1, einer vollständig mechanischen Spiegelreflexkamera aus den 1970er-Jahren. In der Kamera lag ein Kodacolor Plus 400 mit 36 Aufnahmen, dessen Haltbarkeitsdatum bereits 2009 abgelaufen war.
Bei solch altem Film weiß man vorher nie genau, was am Ende herauskommt. Farben können sich verschieben, Kontraste schwächer werden und das Korn deutlich hervortreten. Im Vorfeld hatte ich bereits ISO 200 statt 400 eingestellt. Genau diese Unberechenbarkeit gehört zum Reiz der analogen Fotografie: Zwischen dem Drücken des Auslösers und dem fertigen Bild liegen Entwicklung, Chemie und eine gehörige Portion Zufall.
Entwickelt und digitalisiert wurde der Film bei dm beziehungsweise CEWE. Dort werden Negative beim Scannen gelegentlich falsch ausgerichtet – gedreht, gespiegelt oder wie in diesem Fall komplett auf den Kopf gestellt.
Normalerweise wäre das mit einem einzigen Klick korrigiert. Doch hier macht gerade der Fehler das Bild besonders. Die Tastatur wird zu einer Art Zimmerdecke, die Katze scheint der Schwerkraft zu trotzen, und aus einem alltäglichen Schnappschuss entsteht eine kleine surreale Szene.
Warum das Bild so bleiben durfte
Das Foto lebt nicht von technischer Perfektion. Es ist körnig, leicht unscharf und farblich eigenwillig. Aber genau darin steckt seine Geschichte: eine alte Kamera, ein seit Jahren abgelaufener Film, eine neugierige Katze und ein Scanner, der die Welt versehentlich auf den Kopf gestellt hat.
Manchmal braucht ein Bild keine Korrektur. Manchmal ist der Fehler die bessere Version.











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