Scheinbarer Fehlschlag hängt heute in 120×80 cm an der Wand
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Auf einen schönen Sonnenaufgang hoffend stand ich bereits eine knappe halbe Stunde vorher auf dem Flachdach eines mehrstöckigen Mietshauses bereit. Meine Handy-App sagte den goldenen Ball direkt neben der zentral gelegenen Kirche (in fast 700m Entfernung) meiner Heimatstadt voraus. Pustekuchen. Viel weiter links davon kam die Sonne über den Horizont, blieb dabei aber leider hinter hartnäckig langsam ziehenden Wolken am Horizont versteckt. Was nun? Abbruch und nochmal schlafen gehen? Warten, wach bleiben und später frühstücken?
Ich entschied mich zu warten und tatsächlich: fast 1 Stunde später brach die Sonne durch die Wolken, aber in voller Größe. Was jetzt? Die Wolken wurden wunderschön von den Sonnenstrahlen durchzogen, aber wie kann man direkt in die Sonne fotografieren und diese feinen Strukturen bewahren? Ein Belichtungs-Bracketing war die Lösung und so schoss ich von minus 2 bis plus 2 Blenden eine Reihe von Fotos, die ich später mittels Software zusammenfügte.
Mir gefiel das Bild so gut, dass ich es gern in meiner Praxis in der Rezeption hängen haben wollte, aber würde ein großformatiger Druck das Bild wie gewünscht wiedergeben? Schließlich ist ein Großformat nicht für Klimpergeld zu haben und das Risiko eines nichtssagenden teuren Bildes sehr hoch. Deshalb fuhr ich gemeinsam mit meiner Tochter zu einem namhaften Druckstudio nach Düsseldorf und wir wurden sehr gut beraten. Heute hängt das Gild, gedruckt auf einem speziellen Silberpapier hinter Plexiglas mit einem hauchdünnen Rahmen im Format 120 x 80 cm dort, wo ich es fast jeden Tag der Woche sehen kann und es gefällt nicht nur mir sehr gut.
Mehr Geduld in der Fotografie. Dass ist das Fazit, dass ich aus diesem Bild heute für mich ziehen kann. Ein Bild ist schnell gemacht und notfalls noch schneller gelöscht. Manchmal kann sich Hartnäckigkeit aber auch auszahlen.












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