Planespotting unter widrigen Bedingungen
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🅿️rolog: Bis ich vor einigen Tagen den Airbus-Flughafen in Finkenwerder ins Visier nahm, hatte ich noch nicht ein Mal zuvor übers Fotografieren von Flugzeugen, das sogenannte “Planespotting”, nachgedacht. Gehört hatte ich davon bereits und wusste auch dass es eine regelrechte Szene für Flugzeuge und das Fotografieren jener gibt. Aufgrund meines eingeschränkten Kamera- und Objektiv-Arsenals (Nikon Z6 + 24-70mm f/4) sowie der geographischen Distanz zu einem stärker frequentierten Flughafen, rutschte das Planespotten in meinem fotografischen Experimentier- und Versuchsraster bisher immer unten durch.
Aufgrund eines spontanen Kurztrips in das Hamburger Umland fiel mir der Airbus-Flughafen in Hamburg Finkenwerder ins Auge und schnell fand ich heraus das dort genauso ungewöhnliche wie niedliche Luftfahrzeuge in regelmäßigen Abständen landen und wieder abheben: Der Beluga, ein Transport-Flieger, welcher Flugzeugbauteile Airbus-intern zwischen den Werken in Frankreich, Deutschland und Wales umherfliegt.
➡️ Am Besucherhügel angekommen bot sich mir ein guter Überblick über die Start- und Landebahn und den vorderen Teil des Werks. Ich war durchaus überrascht vom Besucheraufkommen an einem gewöhnlichen Mittwoch und der vorgefunden Kameratechnik. In Summe befand sich dort ein sechsstelliger Betrag. Aber klar, Teleobjektive (wie sie beim Planespotten üblich sind) kosten nunmal. Da wirkte ich mit meinen 24-70mm fast schon fehl am Platz.
📸 Ich bekam mit dass die Lichtbedingungen zur “Golden Hour” und das entstehende Gegenlicht unter Flugzeugbegeisterten eher unbeliebt seien. Und hier beginnt eigentlich erst die Geschichte zur Fotografie:
- Schlechte Lichtbedingungen
- Unpassendes Objektiv
- Keine Erfahrung in der Nische
Kann ja eigentlich nur schiefgehen… oder einfach versuchen 🙂
Nach ein paar Testbildern zwecks Belichtungseinstellungen nahm ich die Büsche vor mir wahr, welche ich anschließend als Vordergrund nutzen wollte, um Tiefe ins Bild zu bekommen. Nach ein paar Gesprächen mit anderen Interessierten und einigen ersten Fotos von stehenden Flugzeugen, stieg meine Vorfreude merklich.
✈️ Wenig später schob sich der Beluga dann aufs Rollfeld. Das freudige Gesicht hätte ich glatt umarmen wollen, obwohl es sich ja nur um einen Carbon- und Aluminiumkoloss handelte. Wie kurz vorher konzipiert, nutzte ich das Grünzeug um den Beluga etwas zu framen. Die Nase und das Auge schoben sich der Sonne entgegen vor den Hangar und zwischen den Zweigen des Gebüsch’s hindurch. Das Gegenlicht spielte positiv mit und so entstand das Bild des “niedlichen Flugzeugs”. Der Beluga wendete am südlichen Ende der Startbahn und nahm dann Anlauf um in den Hamburger Abendhimmel zu starten.
✅Fazit: Abschließend lässt sich die Erfahrung als Bestätigung betrachten, dass selber machen und probieren mehr bringt, als jede Theorie und selbst 70mm, Gegenlicht und keine Vorerfahrung den Delfin der Lüfte besser abbilden können als ich es mir vorgestellt hatte 🙂 🔚











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