Plan A ging baden: Wenn aus Vogelsuche Tele-Makro wird
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Plan B im Abendlicht: Wenn Badespaß zu Tele-Makro führt
Eigentlich war der Plan für diesen Abend glasklar: Das warme Licht der goldenen Stunde nutzen, um Vögel in ihrem natürlichen Habitat zu erwischen. Die Kulisse am Wasser war perfekt, die Stimmung fantastisch – doch die Natur hatte andere Pläne. Oder besser gesagt: ein paar Jugendliche, die das warme Wetter für einen spontanen Badespaß im Wasser nutzten. Bei der Geräuschkulisse war an Vögel im näheren Umkreis natürlich nicht mehr zu denken.
Aber unverrichteter Dinge wieder heimfahren? Keine Option.
Beim Blick ins Gebüsch und Schilf fiel mir auf, wie viel Leben sich dort auf kleinstem Raum abspielte. Rohrkolben, blühender Blutweiderich und mittendrin: Insekten. Also beschloss ich spontan, etwas auszuprobieren, das ich bisher noch nie gemacht hatte. Ich setzte die Kamera an und versuchte mich an einer Art “Tele-Makro”. Es ist kein klassisches Makro im Mikroskop-Stil, aber definitiv auch nicht kein Makro – eher das Portrait eines winzigen Tieres mitten in seiner Umgebung.
Über eine Skorpionsfliege auf einem dichten Grasblatt ging es Schritt für Schritt weiter ins Dickicht, bis ich mein absolutes Highlight des Abends entdeckte: Eine elegante Pechlibelle, die ruhig auf einem Halm saß. Ihr dunkelgrüner Körper und die typisch leuchtend blaue Spitze am Hinterleib hoben sich wunderschön von dem weichen, grünen Hintergrund ab.
Am Ende habe ich zwar keinen einzigen Vogel auf der Speicherkarte gehabt, dafür aber eine ganz neue Art der Fotografie für mich entdeckt. Manchmal entstehen eben die besten Bilder genau dann, wenn Plan A komplett ins Wasser fällt!














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