Nebeneinander
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Ein ganz normaler Nachmittag
Es war einer dieser Tage, an denen eigentlich nichts geplant war. Kein Konzert, kein Auftrag, keine Deadline im Nacken. Nur eine Kamera über der Schulter und die Innenstadt von Luxemburg vor mir, an einem warmen Nachmittag, an dem die Terrassen voll waren und die Platanen ihre Schatten wie ein Muster auf den Boden warfen.
Genau an solchen Tagen passiert bei mir oft am meisten. Wenn ich nichts suche, finde ich am ehesten etwas.
Ich bin einfach durch die Gassen gezogen, ohne festes Ziel. An einer Caféterrasse mit dem Coca-Cola-Sonnenschirm bin ich hängen geblieben, nicht wegen der Werbung, sondern wegen der Bank davor. Drei Menschen saßen dort. Ein älterer Mann, allein, mit seinem Handy beschäftigt. Direkt daneben ein junges Paar, das sich ein Eis teilte und ganz in seiner eigenen kleinen Welt versunken war.
Was das Bild für mich trägt, ist der Kontrast, der ganz ohne Inszenierung entstanden ist. Drei Menschen auf derselben Bank, und doch zwei völlig getrennte Geschichten. Der Mann wirkt in sich gekehrt, fast schwer, während das Paar neben ihm leicht und unbeschwert wirkt.
Der Mann stand kurz danach auf und ging, das Paar blieb noch sitzen. Der Augenblick war vorbei, aber das Bild ist geblieben, als stiller Beweis dafür, dass man manchmal nur eine Bank braucht, um eine ganze Geschichte über Menschen zu erzählen, die einander eigentlich fremd sind.











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