Nebel über der Havel
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Es ist der 03.Oktober 2025 und meine erste Urlaubswoche neigte sich dem Ende. Bereits einen Tag zuvor meinte es der Wettergott gut mit mir und bescherte uns in Brandenburg an der Havel 3 Grad und Nebel. Perfekt. Ich liebe kaltes Wetter und so kramte ich die lange Unterhose wie auch Mütze, Schal und Winterjacke aus dem Schrank. Da war er nun; der Beginn der fotografischen Winterzeit. Der Nebel war extrem dicht an diesem Morgen. Zeitweise konnte man fast nichts erkennen und wirklich gute Bilder sind mir an diesem 02.Oktober nicht gelungen. Neuer Tag, neues Glück dachte ich mir und so packte ich mich am 03.10.2025 wieder dick ein, diesmal auch mit Handschuh-Wärmer. Mein Ziel war ein Steg in Brandenburg. Meine Route direkt durch die Stadt, teilweise am Wasser entlang. Meine Stadtrunde sozusagen. Es war ruhig an diesem Morgen und mir begegneten bei weitem nicht soviele Leute wie einen Tag zuvor. Ja, Feiertag. Das schalfen wohl die meisten, die frei haben, aus. Manchmal ist es ein wenig komisch, so allein noch vor Sonnenaufgang durch die Stadt. Fast am Ziel angekommen, an einer Holzplattform mit Bänken am Wasser, sah ich, wie die Sonne langsam den Himmel einzufärben begann. Und so erreichte ich dann den Steg. Die Sonne hinter mir, leicht seitlich versuchte sie sich durch den Nebel zu kämpfen. Noch vergeblich. Vorne am Steg und Richtung Wasser lag der Nebel extrem dicht und meine Sicht war nicht besonders gut. Ich hörte sämtliche Wasservögel. Die Laute kamen mir aus der Nebelwand entgegen. Fast wie aus einer anderen Welt. In weiterer Entfernung hörte ich zahlreiche Kraniche. Mein Ziel war eigentich Wasservögel relativ formatfüllend zu fotografieren, was ich dann aber relativ schnell wieder über Bord geworfen habe. Und so lauschte ich Angangs nur der Geräuschkulisse. Nach einiger Zeit begann der Nebel sich ganz leicht aufzulösen und gab den Blick auf die Holzstangen der Fischernetze frei. Wie Zahnstocher sahen sie von hier aus und die Wasservögel sammelten sich zwischen ihnen. Oben im Baum beobachteten die Kormorane das Geschehen. Ich versuchte einen guten Bildausschnitt zu bekommen. Setzte mich dafür auf den Steg und fotografierte seitlich durch die Eisenstreben hindurch. Ein Fischreiher durchfolg die Szenerie aber dafür war ich leider zu langsam. Natürlich habe ich einige Aufnahmen gemacht, aber erst zu Hause ist mir dieses Bild dann aufgefallen. Es sticht aus allen anderen Aufnahmen durch die ausgebreiteten Flügel des einen Wasservogels hervor. Ich gehe davon aus, es war ein Schwan oder eine Graugans. So genau kann ich es nicht sagen. Die Aufnahme zeigt für mich Sille. Der Nebelteppich, der irgendwie sämtlichen Trouble und Hektik fernhält. Friedliche Stille. Das ist es, was diese Aufnahme für mich aussagt und was ich mit ihr verbinde. Und so folgten dann nach der ersten Bildbearbeitung zwei Probedrucke bei einem Fotodienstleister. Ich bin da sehr sehr kritisch und sehe jedes kleine Detail. Ich verwende auch die ICC Profile, bin kein Profi darin, aber ich versuche mein Bestes. Nachdem nun “mein” Papier feststand (daher zwei Probedrucke, zwei verschiedene Papiere) änderte ich noch geringfügig die unteren Ecken im Bild (etwas aufgehellt). Nun hängt es schön gerahmt und mit Passepartout in unerem Arbeitszimmer. Wenn es mal wieder hektisch im Alltag zugeht, erinnere ich mich gern an diesen Morgen und an die Stille.












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