Morgennebel und Gipfellicht — Geroldsee vor Sonnenaufgang
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Der Wecker klingelte um 5 Uhr – viel zu früh, aber die Vorhersage hatte einen klaren Sonnenaufgang versprochen. Also ab ins Auto, die Straßen waren leer und ich war schneller am Geroldsee als gedacht. Am Parkplatz dann erstmal Stirnlampe raus, denn im Dunkeln den richtigen Weg und später auch das passende Motiv zu finden, ist gar nicht so einfach.
Es waren nur 2 Grad, ziemlich frisch für einen Herbstmorgen. Zum Glück hatte ich Mütze und Handschuhe eingepackt. Während ich am See entlanglief, hörte ich in der Ferne einen Hirsch röhren – ein kurzer Moment, der mich daran erinnerte, dass gerade Brunftzeit ist.
Nach etwa 20 Minuten über den dunklen Pfad und eine feuchte Wiese stand ich an meinem Spot. Anfangs war ich noch skeptisch, ob der Himmel wirklich das hält, was die App versprochen hatte. Doch dann änderte sich die Stimmung von Minute zu Minute: erst ein leichter Schimmer, dann Farben, die immer kräftiger wurden. Der Nebel über dem See, die Hütten auf der Wiese und die Berge im Hintergrund – alles zusammen ergab ein Bild, das man so schnell nicht vergisst.
Am Ende war klar: das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.











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