Konzertfotografie mit der Fujifilm XT-5
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Konzertfotografie mit der Fujifilm XT-5
1. Die Ausgangsidee
Für das Konzert von Aaron wollte ich ein Bild schaffen, das die Besonderheit der Location direkt spürbar macht. Die Bühne war außergewöhnlich hoch, fast einschüchternd, und ich wollte genau dieses Verhältnis zwischen Künstler und Perspektive ins Bild übertragen. Statt die Höhe zu kaschieren, sollte sie Teil der Bildwirkung werden. Das Fisheye-Objektiv an der Fujifilm XT-5 bot dafür die perfekte Möglichkeit: Verzerrung nicht als Fehler, sondern als gestalterisches Mittel.
2. Die Situation im Fotograben
Im Fotograben selbst war kaum Platz. Die Kante der Bühne ragte weit über mich und die anderen Fotograf:innen hinweg, was automatisch einen extremen Low-Angle-Shot erforderte. Das Fisheye verstärkte diesen Eindruck zusätzlich. Die Kamera zeigte nicht nur Aaron, sondern auch die gesamte Wölbung des Raums, wodurch ein fast kreisförmiger Tunnelblick entstand.
Das starke Bühnenlicht traf direkt von oben und vorne in meine Richtung. Die Strahler erzeugten harte Flares, die den Eindruck verstärkten, durch eine optische Linse im Raum zu schauen. Genau diese Mischung aus Licht und Verzerrung machte den Moment interessant.
3. Die Herausforderungen des Moments
Die hohe Bühne und das Fisheye waren gleichzeitig Fluch und Vorteil. Einerseits bot die Höhe einen ungewöhnlichen Blick nach oben, andererseits war es schwer, Aaron im richtigen Moment klar im Zentrum der Verzerrung zu platzieren.
Da er sich am Bühnenrand schnell bewegte, blieb nur wenig Zeit, die Kamera präzise zu positionieren. Das Objektiv verzieh aber keine kleinen Fehler: Ein minimal verschobener Winkel, und die gesamte Komposition wirkte aus dem Gleichgewicht. Auch das Bühnenlicht wechselte schnell, wodurch sich die Flares ständig veränderten.
4. Der perfekte Augenblick
Der entscheidende Moment entstand, als Aaron direkt an die vordere Bühnenkante trat. In diesem Augenblick kippten die Flares genau in eine Achse, die durch das Fisheye fast sternförmig wirkte. Die Bühne öffnete sich nach oben, Aaron stand mittig in der Verzerrung, und die Perspektive zeigte gleichzeitig Nähe und Distanz.
Die XT-5 arbeitete hier präzise: Trotz der starken Lichtquelle griff der Autofokus sauber, und die Verzerrung wurde klar und kontrollierbar abgebildet.
5. Warum dieses Foto funktioniert
Das Bild lebt davon, dass es nicht versucht, die Realität zu glätten. Stattdessen zeigt es die Bühne so hoch, wie sie war, und Aarons Position so nah, wie sich der Moment im Fotograben tatsächlich anfühlte. Das Fisheye verstärkt diese Ehrlichkeit und formt daraus eine fast grafische Komposition.
Es ist eine Konzertaufnahme, die nicht dokumentiert, wie es war, sondern wie es sich angefühlt hat: groß, laut, hell und unmittelbar.











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