Ist denn schon Halloween?
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Da ich mich sehr für kreative Naturfotografie interessiere wollte ich mich schon länger mal mit dem Thema “ICM” beschäftigen. ICM bedeutet Intentional Camera Movement. Man bewegt also ganz bewusst die Kamera während der Belichtung um gewisse Effekte zu erzielen. Ein knack-scharfes Foto ist hier also nicht das Ziel. Kreativität steht an erster Stelle. Anfang März hatte ich dann einen Online Kurs gebucht und mir so erste theoretische Grundlagen angeeignet. Man kann hier mit Belichtungzeiten von 1/10 oder 1/20 schöne “Wischer” erzeugen, oder aber ganz bewusst extrem lange belichten, z.B. 3.2 Sek und dabei dann die Kamera gezielt bewegen. Für mich ging es Anfang März nach der Arbeit in den nahegelegenen Park Sanssouci in Potsdam. Da ich häuftig Vögel fotografieren wollte ich davon auch bei der ICM Technik nicht abweichen. Irgendwie wollte ich die Vögel mit einbauen. Und so begann ich dann zu experimentieren. Es bedarf schon ein wenig Übung die verschiedenen Belichtungszeiten auszuprobieren. Zu testen, welche Wischbewegungen gut aussehen, wie schnell oder wie langsam man wischen muss. Man produziert sozusagen viel Ausschuss. Am Anfang muss man sich hier wirklich rantasten – aber es lohnt sich auf jeden Fall. Zum Sonnenuntergang sammelten sich die Krähen oben in den Bäumen und ich konnte eine Krähe einzeln auf einem Ast ablichten – habe dann die Kamera in eine andere Baumgruppe bewegt wo gerade die untergehende Sonne durch die Äste schien. Die Aufnahme ist mit 3.2 Sek. und Blende 25 entstanden. Um diese lange Belichtungszeit hinzubekommen hatte ich einen ND Filter benutzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch 3 verschiedene Filter und musste je nach Situation und Licht die Filter wechseln was letztlich dazu geführt hat, dass mein vielgenutzter ND64 Filter auf dem Boden zerbrach. Er ist mir beim Wecheln runtergefallen. Daher entschied ich mich jetzt für einen variablen Filter. Mehrfach war ich in dieser Woche im Park in Potsdam unterwegs und wurde von so manch einem Parkbesucher komisch beäugt mit meinen merkwürdigen Kamerabewegungen. Ich habe nicht selten die Zeit vergessen und mich immer wieder in dieser Technik ausprobiert. Ich kann wirlich sagen, ich hatte lange nicht so viel Spass bei der Fotografie.












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