Im Reich der Tagfalter
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Ich kenne so einige tolle Gebiete in meiner Region, die Artenvielfalt der Tagfalter lässt nicht zu wünschen übrig.
Obwohl die Aurorafalter den Frühling einläuten, sollte mein Zielfoto dieses Jahr eine andere Art zeigen.
Den Osterluzeifalter trifft man in Deutschland auf sehr wenigen Wiesen an, in Österreich leben noch stabilere Populationen.
Nach einer 20 minütigen Autofahrt war ich vor Ort, der Weg zur Wiese verläuft steil und ist kräfteraubend.
Im Gebiet stehend und umher blickend fand ich auf Anhieb ein einziges Exemplar, es war wohl am Tag zuvor frisch geschlüpft.
Schmetterlinge verfallen über Nacht in eine Kältestarre und fliegen, bevor sie die Sonne wach kitzelt, nicht davon.
Dieser Zustand erlaubte mir gemütlich mit Stativ zu arbeiten und eine schöne Bildkomposition zu wählen.
Da die Vegetation in voller Blüte stand, dadurch zuviel Struktur im Hintergrund zu sehen war, musste ich offenblendig fotografieren.
Nur so konnte ich den Falter freistellen und einen sauberen klaren Hintergrund erzielen.
Da es sehr windig war habe ich mir eine Pflanzenklammer mitgebracht um den Stängel vor Verwacklungen zu stabilisieren.
Ich habe mein Motiv bewusst mit einem Reflektor abgeschattet und darauf geachtet das mein Hintergrund von der Sonne angestrahlt wurde.
Diese Aufnahme ist absichtlich >nicht< korrekt belichtet, sondern 2 Stufen zu hell.
Mit dieser Methode bleiben mir extra feine Details wie Flügelstrukturen und Härchen in der Nachbearbeitung erhalten und können angepasst werden.
Obwohl die verlässliche Fokus Bracketing Funktion viele meiner Bilder ausmacht, war es diesmal trotzdem sehr schwierig.
Ständiger Wind schüttelte den Falter hin und her, in einer ruhigen Minute hat es aber dann doch geklappt.
12 Einzelaufnahmen waren bewegungsfrei und landeten mit guter Schärfe auf der Speicherkarte.
Als der Stack im Kasten war flog der Falter davon.
Zufrieden mit Zielfoto im Gepäck fuhr ich heim.
Ich bin gespannt was mir die diesjährige Makro Saison noch alles vor die Linse zaubern wird.











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