Ich verschieße Laserstrahlen – Phew Phew
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Bevor ich mit der Fotografie angefangen habe, war ich begeisterter Bogenschütze. Ich habe auf Verbandsmeisterschaften und großen Turnieren geschossen und hatte riesigen Spaß dabei. Leider ist das dank meiner Arthrose in der Schulter mittlerweile nicht mehr möglich. Aber immerhin habe ich so ein genauso schönes Hobby für mich entdeckt: die Fotografie.
Mit meinen Freunden aus dem Bogenverein habe ich immer noch guten Kontakt. Letztens habe ich sie auf ein Turnier in den Niederlanden begleitet. Mitschießen konnte ich zwar nicht mehr, aber ich hatte mir überlegt, das Turnier meiner vier Freunde fotografisch zu begleiten. Die Idee war gut – die Umsetzung anfangs eher… na ja.
Das erste Problem: Der Abschusspunkt ist fix. Das Ziel natürlich auch. Da kann man sich die Hintergründe nicht immer aussuchen, und einen Baum oder Busch, der im Weg steht verschieben geht leider nicht.
Das zweite Problem: Die Parcoursplaner haben bei ihrer Planung offensichtlich keinen Platz für einen zusätzlichen Fotografen vorgesehen. Sehr rücksichtslos, wie ich finde. So war meine Auswahl an Spots eher eingeschränkt.
Außerdem wollte ich meine Freunde nicht bei ihrem Abschuss stören. Schließlich haben sie leistungsmäßig geschossen – immerhin sind auch zwei Silbermedaillen dabei herausgesprungen. Kommandos wie „Dreh dich mal so“ oder „Mach mal so“ fielen also komplett weg.
Die ersten Schüsse waren dementsprechend ziemlich langweilig zu fotografieren. Pfeil auflegen, Pfeil raus – keine große Action.
Aber dann kam mir die Idee, die Bewegung des Schusses einzufangen. Gar nicht so leicht bei diesen schnellen Bögen. Gerade bei den Bögen der Herren mit Pfeilgeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h war das gar nicht so einfach. Da konnte ich selbst bei einer Auslösezeit von 1/4000 das Bild nicht einfrieren. Das zeigt das Bild von Jörn (mit den grünen Pfeilen). Hier ist immernoch eine Bewegungsunschäfte drin. Aber ich habe es trotzdem versucht – und es sogar hinbekommen! Mit einer Auslösezeit von 1/20 bis 1/30 Sekunde und dem Serienbildmodus auf Anschlag konnte ich einige Bewegungsaufnahmen einfangen.
Mein Favorit ist dabei das Foto von Tanja. Ihr Bogen ist nicht ganz so schnell, und durch das pinke Cresting auf dem Pfeil sieht es auf dem Bild tatsächlich so aus, als würde sie Laserstrahlen verschießen.
Alles in allem sind einige richtig coole Bilder dabei entstanden. Meine Freunde und ich haben uns sehr über das Ergebnis gefreut. Ich hoffe, euch gefallen die von mir ausgewählten Bilder auch. Bei den Bildern handelt es sich um die jpg- Dateien “out of camera”. Ich hatte das Bild bewusst etwas unterbelichtet, da ich die Fotos gleichzeitig in jpg und raw speichere und ich mehr Spielraum bei der Bearbeitung der raw-Dateien haben wollte. Ich habe lediglich die Gesichter meiner Freunde herausgestempelt, denn ich mag es nicht, Bekannte im Internet abzubilden.














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