Ich hätte nicht gedacht, dass ein Foto solch ein Glücksgefühl auslösen kann
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Eigentlich hatte ich nie vorgehabt, an einem Fotowettbewerb teilzunehmen, aber als ich von der Motion-Blur-Challenge bei WiesnerNews hörte, dachte ich sofort an ein Foto aus meinem letzten Urlaub in Dubai mit dem Museum of the Future hinter einer viel befahrenen Schnellstrasse (s. Anhang). Pech nur, dass für eine Challenge nur neue Fotos zugelassen sind. Mit der “Dubai-Vorlage” im Kopf war mir klar, da ich in Köln zu Hause bin, dass der Kölner Dom aufs Foto muss. Bereits am nächsten Tag stand ich an der Strasse, die meiner Meinung nach einen guten Vordergrund mit entsprechend viel Verkehr abgeben würde. Aber genau die für mich entscheidende Richtung war gesperrt, d.h. keine Busse, keine Autos, keine roten Lichter usw… Es ist sehr kalt und windig, aber es hilft nichts, ich gebe nicht auf und suche eine neue Position an einer Ringstrasse einige Hundert Meter weiter weg. Der Feierabendverkehr ist an diesem Montagabend aber auch dort wenig spektakulär (kein Vergleich zu Dubai). Auch wenn die erhöhte Position einen guten Blick auf Kölner Dom bietet, bin ich unzufrieden. Die Richtung ist ungünstig, keine Ausweichmöglichkeiten, zu viel Unruhe im Bild, zu viele Häuser, Laternen, Schilder und nur wenig “Motion-Blur”. Abbruch. Es geht nach Hause ins Warme.
Nachdem ich zu Hause eine neue Position ausgekundschaftet habe, richte ich vier Tage später meine Kamera erneut auf Kölner Dom aus. Es ist Freitagabend, viele Touristen sind unterwegs, viele Radfahrer. Aber es fehlt die Farbe, es sind nur wenige Fahrzeuge da, die Lichtspuren hinterlassen könnten und so verbringe ich eine knappe Stunde mit der Suche nach einem optimalen Posten und in Erwartung eines spannenden, leuchtenden Gefährts, wie z.B. Doppeldeckerbus. Die bis dato geschossenen Fotos überzeugen nicht. Es sind wieder zu viele störende Elemente im Bild. Ich gehe in die Nachbarstrassen, aber auch da nur Fussgänger und Radfahrer. Langsam überlege ich einen anderen Hintergrund als Kölner Dom auszuwählen, als plötzlich das lang ersehnte Gefährt angeschlichen kommt. Es ist die Bimmelbahn, die vor dem wohl verdienten Feierabend ihre letzten Passagiere ausspuckt. Ich suche auf einem engen Bürgersteig zwischen all den neugierigen Touristen Platz für mein Stativ, das ich in die tiefste Position bringe und warte hockend auf die Bimmelbahn, die keine andere Wahl hat, als an mir vorbeizufahren. Die Verschlusszeit versuche ich bei etwa 2 s zu halten, damit die Bimmelbahn nicht zu einem gelb-grünen Streifen verschmilzt und so entsteht das Foto. Es ist wirklich ein toller Glücksmoment, wenn man sieht, dass das Ergebnis bereits auf dem Kameradisplay eigene Erwartungen übertrifft. Dank der Challenge habe ich nun am eigenen Leib erfahren, dass Fotografie solche Emotionen auslösen kann. Danke dafür!














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