Gimpel-Zeit
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Es war ein sonniger Vormittag und unser Sohn und ich waren auf dem Rückweg von unserer mehrstündigen Fototour in Wald und über Feld. Mit zahlreichen Aufnahmen von heimischen Vögeln auf der Speicherkarte waren wir schon sehr zufrieden und freuten uns schon auf die Bilderschau am PC. Der Weg führte uns wie so oft über ein Obstbaumstück entlang des bei uns umgangssprachlich als „Vogelschutz“ bezeichneten Areals, das in den 1960er Jahren als kleine Deponie diente und nach der Räumung aufgeschüttet und bepflanzt wurde. Zwischenzeitlich suchen nicht nur viele Vogelarten dort ihren Unterschlupf, sondern auch Rehwild und anderes Getier ist dort immer wieder einmal anzutreffen.
Während wir so dahingingen fragte mich unser Sohn: „Papa siehst Du da hinten die „Warnweste?“. Was für eine Warnweste meinte ich und dachte, was will er von mir. Als er dann noch fragte: „…oder ist das eine Orange?“ fühlte ich mich veräppelt. Ich nahm die Kamera hoch und suchte mit dem Objektiv die hohen Sträucher nach etwas orangenem ab.
Und zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass dort ein Gimpel in vorderster Front auf einem Ast saß und sich genüsslich an den Knospen zu schaffen machte.
Wir näherten uns langsam dem hohen Wildwuchs und konnten es nicht glauben, dass dort nicht nur 3 männliche Gimpel, sondern auch noch 3 weibliche Gimpel sich die Knospen der früh blühenden Weichgehölze schmecken ließen.
Schnell waren hunderte Bilder von den Gimpeln gemacht. Irgendwann war meine Speicherkarte voll und wir machten uns glücklich über die Vielzahl der angetroffenen Gimpel auf den weiteren Heimweg.
In den darauffolgenden Tagen war ich dann immer wieder einmal im Bereich dieser Gehölze und jedes Mal hatte ich das Glück, mehrere Aufnahmen von den Gimpeln machen zu können.



















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