Erstarrtes meer
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Immer wieder habe ich gehört, dass die Ostsee im Winter teilweise zufriert – zuletzt wohl 1995/96 und 2010/11. Als eingefleischter Ostsee- und Winterfan wollte ich das schon immer einmal selbst erleben, aber irgendwie habe ich jedes Mal die Chance verstreichen lassen.
Dieses Jahr wollte ich es nicht länger aufschieben. Also informierte ich die Familie: „Nächstes Wochenende fahre ich an die Ostsee.“ Und witzigerweise riefen alle gleichzeitig: „Da will ich aber mit!“ Also Hotel gebucht, Freitag nach der Arbeit noch die sieben Stunden Autofahrt auf mich genommen – und was soll ich sagen: es hat sich gelohnt!
Die Mengen an Eis, an Stellen, wo sonst nur Wasser bis zum Horizont ist – einfach unbeschreiblich. Klar, der Winter zeigt sich größtenteils grau und Sassnitz war überrannt, sodass die Fotos sicher nicht die spektakulärsten Ostsee-Eisbilder sind, die auf Instagram 1000 Likes bekommen. Aber genau darin liegt der Reiz: Auch ohne perfektes Licht und ideale Bedingungen können Bilder entstehen, die einen persönlichen, unvergesslichen Moment festhalten.
Und sind wir mal ehrlich: wie oft hat man ein Bild im Kopf, und wenn die Gelegenheit kommt, ist nicht alles perfekt? Trotzdem bleiben der Moment, die Erinnerung und das Gefühl – unbezahlbar.
(Die weiterne Bilder entstanden in Sellin, Göhren und Sassnitz.)
















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