Endlich! Winterliches Schneetreiben Kleinstädtchen
In dieser Story


Besser spät als nie
Kaum ist die Kältechallenge vorbei, wird es kalt und winterlich in Deutschland. Gut, gewonnen hätte ich ohne “Nachhilfe” sowieso nicht *hust*, aber das ist ein anderes und bereits ausgelutschtes Thema 😉
Absolutes Winterkind
Wenn es schneit muss ich raus. Egal ob ich am Samstag um 05:00 Uhr zufällig rausschaue oder unter der Woche nach einem langen Tag nach Hause komme. Wenn richtig Schnee liegt, wird mit der Kamera rausgegangen, das ist Gesetz. Und endlich war es gestern so weit. Während es tagsüber zwar mal geschneit hat, aber nicht viel davon liegen blieb, hatte ich einen winterlichen Fotowalk überhaupt nicht auf dem Schirm.
Als ich mit dem Radl von der Arbeit heimfuhr, hat es in der Stadt geschneit, jedoch waren das eher tausende kleine Nadelstiche als wirklich angenehme Schneeflocken. Richtung meines kleineren Heimatorts hin hat sich das aber deutlich geändert, auch Schnee lag hier schon auf den selbst größeren Straßen.
Sofort wurde ich heiß, heiß darauf, mir meine Kamera zu schnappen und rauszugehen. Doch ein Friseurtermin stand mir noch im Weg, verdammt! –> Absagen? Nein, war eh schon überfällig. –> Kamera direkt mitnehmen? JA!
Weil eine Runde nicht reicht
Direkt nach dem Friseur drehte ich meine Runde in dichtem Schneetreiben. Dicke Flocken, stark zugeschneite Straßen und Wege. Die gedämpften Fahrgeräusche der Autos, fröhliche Kinder mit ihen Eltern, Menschen mit Regenschirmen, mutige Fahrradfahrer, immer noch hängende Weihnachtsbeleuchtung, das Knirschen unter den Schuhen. Ein Traum!
Als der Schneefall weniger wurde, machte ich mich durchnässt aber glücklich auf den Heimweg und bearbeitete daheim die Bilder. Etwa 1 Stunde später schaute ich raus und es schneite noch stärker als zuvor. Also, dem Gesetz folgend, ab nach draußen für eine zweite Runde! Außer Acht lassend, dass meine eigentliche Bettgeh-Zeit schon nahte 🙂
Die Entscheidung zwischen Offenblende und Komprimierung
Bevor es losging, stellte ich mir natürlich die Frage nach dem geeigneten Equipment. Kamera habe ich nur eine: die Nikon Z6III, aber welches Objektiv ist das Richtige? Klar, es ist Nacht, also Offenblende so viel wie geht, oder? Dafür stünden mir das adaptierte Sigma 20mm f/1.4 DG DN Art und das Nikkor Z 50mm f/1.8 S zur Verfügung. Aber gerade bei Schneefall ist eine schöne Komprimierung doch ein sehr gutes Mittel, um die Flocken wirklich sichtbar zu machen. Hierfür hätte ich das Tamron 35-150mm f/2-2.8. Andererseits ginge das auch einfach durch das Fotografieren mit Lichtquellen wie Laternen oder Autoscheinwerfern im Bild. Ich wollte mit der Kamera in der Hand losziehen, also ohne Rucksack, Umhängetasche oder dergleichen. Zwei Objektive mitzunehmen, war keine Option, allein schon wegen dem schwierigen Objektivwechsel bei dem starken Schneefall.
Ich entschied mich für die Kompromierung und gegen gute ISO-Werte. Außerdem ist der Brennweitenbereich von 35 bis 150mm eine absolute Waffe in der Streetfotografie, wobei mir klar war, dass was anderes als 150mm wohl eher nicht zum Einsatz kommen würden. Es war genau die richtige Entscheidung, denn dank des ohnehin grieselig wirkenden Bildes aufgrund der vielen Schneeflocken fallen die ISO-Werte von teilweise weit über 12.000 bei 150mm und Blende 2.8 überhaupt nicht auf. Entrauscht habe ich die Bilder zwar trotzdem mit Lightroom, wäre aber nicht zwingend nötig gewesen.
Das Schneekind in mir ist mit diesem Abend absolut glücklich und hat zudem zum ersten Mal die sonst langweilige Kleinstadt, in der es wohnt, überhaupt mal fotografiert.
















Diskussionsbeiträge (1)