Endlich wieder Freiheit, endlich wieder Fotos machen
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Nach einer größeren Operation war es mir für einige Zeit verboten, Sport zu treiben. Selbst kleinere Aktivitäten wie Fahrradfahren waren mehrere Wochen lang nicht erlaubt. Glücklicherweise waren die Folgen der Operation gegen Ende Juni soweit verheilt, dass ich langsam wieder die ersten Fototouren machen konnte. An einem sonnigen Tag schnappte ich mir die Kamera und das Fahrrad, um die Umgebung wieder unsicher zu machen.
Da die Bäume vor meiner Operation noch nicht voll belaubt waren und dies mein erster Sommer im Norden war, gab es kein festes Ziel. In Richtung Alstertal zeigte mir Maps eine Mischung aus Feldern und abgelegenen Straßen. Bei sommerlichen Temperaturen ging es also in diese Richtung los.
Erstaunlicherweise war man nach sehr kurzer Fahrzeit quasi im Nichts. Der Verkehr in der Gegend scheint sich auf sehr wenige Straßen zu beschränken. Abseits dieser Straßen bewegen sich nur das Laub und die Insekten. Dort kann man auch eine halbe Stunde lang auf einer Straße nach einem Motiv suchen, ohne irgendjemanden zu sehen oder auch nur Autos zu hören.
Mit einem Brennweitenbereich von 25 bis 105 mm (KB) ausgerüstet, zeigte sich, jedoch dass auch ein Tele- bzw. Ultraweitwinkelobjektiv sinnvoll gewesen wäre, um besondere Motive aufnehmen zu können. Da dies jedoch nicht mehr zu ändern war, da ich einen Systemwechsel vollzogen hatte und die entsprechenden Objektive noch nicht besaß, musste ich das Beste aus der Situation machen.
Dementsprechend war die Aufgabe, mit sehr gewöhnlicher Brennweite außergewöhnliche Fotos zu machen und sich an die neuen Menüs und das neue Bedienkonzept der Kamera zu gewöhnen. Glücklicherweise gestaltete sich die Bedienung erstaunlich einfach. Die lange Durcharbeitung der Menüs in den Tagen zuvor sowie die Individualisierung der Kamera hatten sich bezahlt gemacht. Einzig die Einstellung für die Displayhelligkeit konnte ich auf die Schnelle nicht ausfindig machen; ich konnte jedoch auf den Sucher umsteigen.
Eine dieser abgelegenen Straßen mit alten, knorrigen Bäumen an den Rändern hatte es mir für diese Fototour angetan. Mit dem Licht am Ende des Tunnels und der leichten Kurve zeigte sich mir ein fotogenes Motiv. Das harte Licht, das zu dieser Zeit präsent war, machte sich nur in den Farben bemerkbar, weshalb ich diese gleich komplett wegließ.
Auch an anderen Stellen zeigte sich eine Hülle an möglichen Motiven. Wenige dieser Motive reichen an die beeindruckenden Überblicke, die im Pfälzerwald und auf der Schwäbischen Alb zu finden sind heran, jedoch finden sich mehr Motive im kleinen.
Ich habe vor, an diese Stelle zurückzukehren, wenn die Sonne durch Nebel scheint. Ich kann mir vorstellen, dass das Motiv dann gegen Morgen deutlich aufgewertet wird. Vorerst bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Zudem war es einfach schön nach zwei Monaten wieder raus zu können und Fotos zu machen, mal schauen was passiert, wenn ich jetzt regelmäßig zum fotografieren kommen kann.













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