Endlich im perfekten Licht: Mein beleuchteter ISS-Mondtransit
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Es gibt diese besonderen astronomischen Momente, auf die man monatelang, oder sogar jahrelang hinarbeitet. Für mich war das ein voll beleuchteter Transit der Internationalen Raumstation (ISS) vor dem Mond.
Schon im März des letzten Jahres hatte ich das Glück, die ISS vor dem Mond zu erwischen. Damals zeigte sie sich allerdings nur als dunkler Schattenriss, der unbeleuchtet vor der hellen Mondscheibe vorbeizog. Das war bereits ein faszinierendes Erlebnis, aber mein großes Ziel blieb es, die Raumstation endlich strahlend hell und im Sonnenlicht vor den Kratern des Mondes festzuhalten.
Dieses Vorhaben erfordert viel Geduld. Der Zeitbereich, in dem die ISS groß erscheint im Außmaß und der Mond bei einem solchen Transit, also beide vorteilhaft hoch am Himmel stehen, ist extrem klein – im Grunde beschränkt sich dieses ideale Zeitfenster in meiner Region auf wenige Tage etwa im Monat März, ab ca. Mitte März bis Mitte April. Die Höhe bringt zudem eine ganz besondere Herausforderung mit sich: Je höher das Ereignis am Himmel stattfindet, desto kürzer ist die Distanz zwischen uns auf der Erde und der ISS. Durch diese geringere Entfernung steigt die scheinbare Geschwindigkeit enorm an, was das Zeitfenster für das perfekte Foto dramatisch verkürzt.
Gerade einmal 740 Millisekunden dauerte der gesamte Transit. In diesem Bruchteil einer Sekunde musste nicht nur die Technik absolut präzise auslösen, sondern natürlich auch das Wetter makellos mitspielen.
Am 27. März 2026 hat dann endlich alles gepasst. Die berechnete Transitlinie verlief nur rund 20 Kilometer von meiner Heimat Rottendorf entfernt – eine perfekte Gelegenheit.
Für das finale Bild habe ich in der Bearbeitung zwei Stacks erstellt und kombiniert: Einen Stack, um die feinen Details und Kontraste der Mondoberfläche sauber herauszuarbeiten, und einen weiteren, um die beleuchtete ISS auf ihrem rasanten Weg präzise und scharf darzustellen.
Das Warten und die genaue Planung für diesen ultrakurzen Augenblick haben sich absolut gelohnt. Ich freue mich sehr, das Ergebnis dieser Jagd nun hier mit euch teilen zu können!
Tipps zum Nachmachen: So gelingt der ISS-Transit
Wer selbst einmal einen solchen Transit festhalten möchte, braucht vor allem die exakte Planung. Hier sind die wichtigsten Faktoren für eine spektakuläre Aufnahme:
1. Die perfekten Rahmenbedingungen
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Beleuchtung (Sonne & ISS): Die beeindruckendsten Bilder entstehen, wenn die Raumstation von der Sonne hell angestrahlt wird, während sie vor einem voll beleuchteten Mond vorbeizieht. Befindet sich die ISS während des Transits im Erdschatten, wird sie dunkel und hebt sich vor dem hellen Mond nur als schwarze Silhouette ab.
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Distanz & scheinbare Größe: Je näher die ISS dem Beobachter auf der Erde ist, desto größer und detailreicher erscheint sie im Bild (idealerweise über 50 Bogensekunden).
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Mondstand (Seeing): Ein möglichst hoher Stand des Mondes am Nachthimmel ist entscheidend für die Schärfe. Das Licht muss dadurch einen kürzeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, was störende Luftunruhen (Seeing) und Verzerrungen massiv verringert.
2. Exakte Zeiten und Beobachtungsorte finden
Ein Transitpfad auf der Erde ist oft nur wenige Kilometer breit – genau wie bei meiner Aufnahme nahe Rottendorf. Um die exakten Zeiten für deinen eigenen Standort oder die nähere Umgebung zu berechnen, helfen am besten diese Tools:
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Transit Finder (transit-finder.com): Die Standard-Plattform für die Berechnung von ISS-Transits. Einfach Koordinaten eingeben und man erhält minutengenaue Voraussagen, wann die ISS vor Sonne oder Mond zieht.
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Spot the Station (NASA): Das offizielle Tool der NASA zur allgemeinen Vorhersage von Überflügen der Raumstation.
3. Ausrüstung und Durchführung
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Das richtige Equipment: Die gute Nachricht vorweg – man braucht für den Einstieg nicht zwingend ein riesiges Teleskop! Ein gutes Teleobjektiv an einer schnellen Kamera reicht bereits vollkommen aus, um die ISS vor dem Mond beeindruckend abzulichten.
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Rechtzeitige Ankunft: Plane ein, 30 bis 60 Minuten vor dem Transit am Beobachtungsort zu sein. So bleibt genug Zeit, um die Kamera in Ruhe aufzubauen und den Fokus exakt zu treffen.
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Belichtungszeit: Da die ISS extrem schnell unterwegs ist, muss die Belichtungszeit der Kamera extrem kurz ausfallen, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Ein guter Richtwert liegt zwischen 1/1000 und 1/4000 Sekunden.
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Zeitsynchronisation: Ein Bruchteil einer Sekunde entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Nutze Plattformen wie time.is, um die innere Uhr deiner Kamera oder des Smartphones auf die exakte Atomzeit zu synchronisieren, bevor es losgeht.













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