Ein Graureiher zoomt zurück
In dieser Story

Akte: Graureiher Datum: 18.01.2026
Die Motivation:
Es ist Sonntag, die Sonne scheint und ich beschloß mit meiner Familie einen Spaziergang am Wasser in unserem “Dorf” zu machen. Ich schnappe mir also die Kamera, die ich erst kürzlich zu Weihnachten als vollkommende Überaschung von meiner Familie bekommen habe und mache mich mit ihnen auf zum Sonntagsspaziergang.
Der Tag:
Am Wasser angekommen, sehen wir die typische Kulisse, etwa hundert Enten, Möwen und ein bis zwei Schwäne, die begierig auf Futter gewartet haben. Doch dank Chris Kaula wusste ich (auch durch weitergehende Recherche), dass man Enten am besten nicht füttern soll. Also habe ich nur beobachtet und einige Fotos gemacht. Ich bin also direkt runter zum Wasser, um die Tiere möglichst groß ins Bild zu bekommen und ein paar “close ups” zu schießen. Allerdings waren meine Motive so hungrig/zutraulich, dass das ganze eher einer Kuschelparty glich. Also bin ich danach auf dezentem Abstand geblieben.
Nach einiger Zeit fing ich dann an nach speziellen Arten Ausschau zu halten. Was bekomme ich wohl heute vor die Linse? Natürlich habe ich von einer besonderen ja geradezu intimen Begnung geträumt. Und wie sich zeigte, sollte ich belohnt werden!
Das Model:
An einer Dampferanlegestelle entdeckte ich ihn dann auf einem großen Pfleiler ganz nah am Ufer/Anleger. Wie ihr euch schon gedacht habt, war es ein stattlicher Graureiher, der in aller Ruhe dort posierte. Langsam habe ich mich dem Tier genähert bis zum Rand des Anlegers bzw. bis zum Geländer. Das Tier war sichtlich unbeeindruckt, trotz der gerademal zwei Armlängen zwischen uns. Also konnte ich ein paar gute Nahaufnahmen vom Graureiher machen und auch die Umgebung mit einbeziehen, wie unsere lokal berühmte Dorf-Seilfähre. Allerdings war durch die tiefstehende Sonne das Licht noch nicht ganz perfekt und so beschloss ich das Tier in Ruhe zu lassen und weiter zu ziehen. Doch mein Moment sollte noch kommen…
Der Moment:
Nachdem ich die Promenade am Wasser entlang gelaufen war, verbrachte ich etwas Zeit an der Aussichtsplattform zum Schwielowsee, sah ein paar Naturschutzer bei der Wasservogel-Zählung zu, fotografierte noch etwas und machte mich auf den Rückweg. Wieder am Anleger angekommen bemerkte ich plötzlich, der Graureiher hatte sich keinen Milimeter bewegt und inzwischen kam auch die Sonne durch eine Lücke. Vor dem Reiher hatte ich eine kleine Traube von Menschen gebildet, die alle ein Foto mit ihrem Smartphone erhaschen wollten. Gut, dass ich vorher schon ein wenig geübt hatte und wusste wie ich mich positionieren musste, denn kaum als ich an Ort und Stelle war und reingezoomt hatte, überaschte uns der bislang so träge Reiher. Langsam richtete er sich auf und zeigte uns seine volle Größe/Pracht. Mir schoss sofort der Gedanke in den Kopf wie sein immer länger werdender Hals dem Ausfahren meines Tele-Zoomobjektives ähnelte und so musste ich langsam und zeitglich mit dem Tier rauszoomen, um den Bildausschnitt halbwegs gleich zu halten. Als totaler Anfänger fiel mir das gar nicht so leicht, dennoch habe ich einige gute Bilder bekommen und möchte diese wie auch die Geschichte dazu, als meine erste Story, mit euch teilen.
Das Fazit:
Mein ZIELFOTO, oder der Gedanke dazu, war einen Graureiher “close up” mit Bezug zu meiner Heimat zu realisieren. Ich denke, dass hat auch ganz gut geklappt, vor allem durch die Gemütsruhe des Tieres und ein wenig Glück mit dem Licht und dem Timing der Fähre im Hintergrund. Ich denke, das war eine gute Übung für meine Neuseelandreise im Februar und ich sehe auch, dass meine Fotos immer besser werden, auch dank dem ZIELFOTO Team (Stefan und Chris).
Ich hatte einen wundervollen Tag und ich möchte mich bei euch allen bedanken, ich finde hier immer sehr viel Inspiration!














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