Ein Bild vom Braunbären in Mitten der Herbstlandschaft!
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Auf unserem Roadtrip durch Skandinaven sind wir auch durch Finnland gefahren. Dort gibt es die meisten Braunbären in Skandinavien und genau die wollten wir auch gerne in ihrer freien Wildbahn sehen! Also sind wir für eine Nacht zu Wild Brown Bear Oy in der Nähe der russischen Grenze gefahren.
Dort waren wir in guter Gesellschaft – es gab eine Gruppe Männer, die insgesamt 7 Tage jeden Abend auf die Braunbären warteten. Sie erzählten, dass sie in den letzten Tagen fast immer welche gesehen hatten, also waren wir zuversichtlich!
Um 16 Uhr ging es dann los und wir wurden in unsere Hütte im Wald gebracht. Wir waren an einer Lichtung mit einem kleinen See untergebracht. Die Hütte hatte ein Etagenbett, zwei Schlafsäcke und – viel wichtiger – zwei Stühle an einem kleinen Fenster mit Auslässen für die Kamera. Wir setzten uns also auf die Stühle und schauten uns um. Alles sah ruhig aus und die Blätter waren in den schönsten Herbstfarben gefärbt!
Es dauerte gar nicht so lange, da kam schon das erste Tier – ein Eichelhäher. Er flog immer wieder auf den Baum direkt vor uns und dann wieder weiter weg. DAs passierte ein paar Mal und es wurde langsam immer dunkler an unserer Lichtung. Die Zeit verging und ich war ein bisschen nervös, denn je später es wurde, desto unwahrscheinlicher waren die Bären und ein tolles Foto – denn in Finnland ist es wirklich richtig dunkel in der Nacht.
Doch dann sahen wir von links eine kleine Bärenfamilie in unsere Richtung laufen – wie genial! Eine Mutter mit ihren drei Jungtieren rannte auf die Lichtung zu! Sie stoppten in der Nähe unserer Hütte und ich konnte es kaum glauben – es war so magisch mit diesen Tieren in freier Wildbahn zu sein! Ich machte immer wieder Fotos von Nah und weiter weg und genoss einfach den Moment!
Der war zugegeben auch recht zügig wieder um, denn nach knapp 5 Minuten waren sie auch wieder weg. Für uns hat es sich aber doch viel länger angefühlt und wir waren super froh, das erlebt zu haben! Man konnte sie so gut beobachten, wie sie sich bewegten und was sie taten. Es war einfach toll! Und vor allem zum besten Moment, denn kurz nachdem sie weg waren, wurde es echt schnell dunkel.
Ich schaute meine Bilder durch und war mehr als zufrieden! Am Anfang hatte ich Sorge, meine 200mm würden nicht ausreichen, aber die Bilder sahen klasse aus! Und diese Farben erst! Ein Braunbär mitten im orangenen Herbstlaub! Einfach toll!
Als es dunkel war, raschelte es ein paar mal noch und wir glauben in der Entfernung auch nochmal ein oder zwei Bären vorbeiziehen gesehen zu haben, aber in der Dunkelheit sieht man wirklich nichts.
Dann hatten wir auch noch doppelt Glück, denn um kurz nach 20 Uhr fing dann der Himmel an zu leuchten – Polarlichter! Wir hatten gar nicht damit gerechnet aber sie waren auf einmal da und zwar richtig! Es waren wohl die intensivsten Polarlichter auf der ganzen Reise und man konnte die Verfärbung schon mit dem bloßen Auge sehen! Und es hörte auch gar nicht mehr auf! Die Polarlichter blieben für fast 4 Stunden am Himmel und es war einfach nur magisch!
In der Nacht war es zugegeben auch echt kalt aber wir kamen mit den Schlafsäcken gut durch, immer mit den Augen nach draußen gerichtet. Es passierte nicht mehr viel bis zum nächsten Morgen und auch nach Sonnenuntergang haben wir nicht mehr viele Tiere angetroffen. Der Eichelhäher kam nochmal vorbei, sonst war es ruhig.
Um 7 Uhr haben wir unsere Hütte dann wieder verlassen – müde aber überglücklich! Diese Nacht war wirklich was besonderes, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden! Wie schön, dass ich es auch noch mit so tollen Bildenr festhalten durfte!















Diskussionsbeiträge (2)
Dem kann ich nur zustimmen! Auch das Foto mit mehreren Bären gefällt mir sehr gut. 👍