Eichhörnchenalarm!!!
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Was ist das für ein Geräusch? Ich war in meiner Gartenhütte, die Bremse von meinem MTB am entlüften, dabei ist es mir aufgefallen. Ein kratzendes Geräusch:”Krr, krr, krr” unregelmäßig wiederholend. Zunächst habe ich an eine Elster gedacht, diese leben gerne auf einer großen Eiche im Garten meiner Nachbarn. Diese Eiche reicht direkt an meine Gartenhütte heran. Doch da war etwas anderes, an diesem Geräusch. Meine Neugierde hat mich dann aus der Hütte getrieben, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Ich wohne “auf dem Dorf”, wie man bei uns so schön sagt. Amsel, Sperlinge, Mauersegeler sind hier aktiv. Ab und an kommt ein Rotmilian vorbei geflogen, auch ein Turmfalkenpäarchen brütet hier regelmäßig. Und dann sich auch die Elstern da, die sind manchmal richtig laut. Aber alle hier aufgezählten waren nicht die Verursacher des Geräusches. Auf einem der unteren Äste, cirka zwei Meter über dem Boden, bearbeitete ein heimisches Eichhörnchen eine Walnuss. Krr, krr, krr – Krr, krr, krr. Hätte es weiter oben im Baum gesessen, hätte ich es bestimmt nicht entdeckt. Während ich den rotbraunen Baumnager beobachtete, kamen schon negative Gedanken in mir auf: “Bis ich jetzt ne Kamera im Anschlag habe, ist das Viech bestimmt schon wieder weg”. Trotzdem habe ich mich dazu entschieden, es mit einem Foto zu versuchen. Also, rein in die Wohnung, Treppe rauf und den erstbesten Body auf dem Schreibtisch gegriffen. Irgendwo unterm Schreibtisch ist das 180-600mm gelagert. Diese Brennweite war schon notwendig. Das Telezoom hervorgezogen und angeflanscht. Auch noch genug “Saft” im Akku? Gut! Mit diesem Equipment die Treppe schnell wieder runter, das Haus verlassen und vorsichtig an das Motiv angenähert. Ein erneutes “Krr, krr, krr” signalisierte mir, an dieser Nuss hatte das Hörnchen noch was zu knacken. Außerdem, irgendwo muss das Sprichwort “mühsam ernährt sich das Eichhörnchen” ja her kommen. Es war noch auf seinem Platz, als ich vorsichtig meinen Kopf um die Ecke der Gartenhütte gestreckt habe. Beim Blick durch den Sucher, noch schnell den ISO-Wert bis 6400 hochgeschraubt und dann mit dem Zeigfinger langsam den Auslöser bearbeitet. Nach den ersten Aufnahmen wurde ich etwas entspannter, habe den Standort verlagert und auch etwas mit der Belichtung gespielt. Der rotbraune Fellträger saß noch weiter entspannt auf seinem Futterplatz.
Ich bin kein typischer Tierfotograf, meistens habe ich keine Geduld länger zu warten. Deshalb bewundere ich die Vogelfotografen immer für den Aufwand den sie betreiben müssen, um erfolgreich zu sein. Aber manchmal findet ein blindes Huhn auch mal ein Korn.












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