Durch Wiederholung zum vorläufigen Winterfoto des Jahres
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m Januar bin ich aus dem Pfälzerwald nach Schleswig-Holstein gezogen. Nach Jahren, in denen es im Winter höchstens drei zusammenhängende Schneetage gab, erwartete mich nun eine zusammenhängende Schneedecke, die sich über fünf Wochen erstreckte. Nur für ein paar Tage kam es zu einer Unterbrechung. Wie mir berichtet wurde, gab es das zum ersten Mal seit etwa zehn Jahren.
Die Berge des Pfälzerwalds wichen den sanften Wellen oder der komplett flachen Landschaft Schleswig-Holsteins. Anstelle der völligen Bewaldung des Pfälzerwalds gab es nun landwirtschaftlich genutzte Flächen mit einzelnen Büschen und Bäumen an den Feldrändern. Landschaftlich ergab sich somit ein komplett anderes Bild. Mit dem Schnee ergaben sich somit zwei signifikante Veränderungen, auf die ich mit meiner Fotografie reagieren musste. Mein übliches Vorgehen, einen Fels im Wald zu suchen und dann vor Ort zu schauen, wie man von der „vorgegebenen“ Position aus das Beste aus der Landschaft herausholen kann, war in Schleswig-Holstein nicht mehr anwendbar. Hier ging es weniger um Planung als um die Reaktion auf die vor Ort gegebenen Lichtbedingungen.
Nichtsdestotrotz ließ ich mich nicht entmutigen und schnappte mir die Kamera, wenn neben dem Einrichten der Wohnung und der Vorbereitung für den neuen Job Zeit vorhanden war.
Auf der vierten Tour und dem zweiten Besuch an diesem Ort gelang es mir schließlich, ein Foto zu schießen, das mir auch ein zweites Mal gefiel. An einem klaren Sonntag bei minus 12 °C entschied ich mich, vor dem Frühstück noch eine kleine Runde zu drehen. Diesmal schnappte ich mir die Kamera, um eine eigentlich unscheinbare Stelle direkt am Dorfrand zum zweiten Mal zu erkunden. Bereits beim ersten Besuch fiel mir auf, dass der Schnee auf den Feldern Möglichkeiten für gute Fotos bot. Allerdings sahen die Bilder später am Rechner alles andere als beeindruckend aus.
In der Vergangenheit hat sich schon öfter gezeigt, dass sich der Eindruck von einem Ort drastisch verbessern kann, wenn man ihn erneut besucht. Das liegt vermutlich daran, dass ich den Ort besser kenne und durch die ersten Bilder bereits einen Eindruck davon gewonnen habe, welche Motive sich eignen und welche nicht. Möglicherweise neige ich aber auch dazu, an schönen Orten wahllos Fotos zu machen, anstatt mir Zeit für gute Bilder zu nehmen. Auf jeden Fall ist der Blick bei einem erneuten Besuch klarer und mögliche Motive fallen auf, die man vorher übersehen hat.
So auch dieses Mal: Vor Ort angekommen, fiel mir eine Spur im Schnee auf. Neben dieser Spur verlief ein alter, sehr heruntergekommener Zaun in einem leichten Bogen zwischen zwei Feldern. Aus einer bodennahen Perspektive bot der Schnee die Chance auf eine minimalistische Komposition. Die Lichtstimmung kurz vor Sonnenaufgang ließ den Schnee und den Himmel in einem lila Licht erstrahlen. Am Rechner stellte ich erleichtert fest, dass der von mir gedachte Bildaufbau funktionierte und das Bild doch recht ansehnlich geworden war.
Ich bin mir sicher, dass mir beim nächsten Schneefall eine optimierte Version dieses Bildes gelingen wird. Angesichts der großen Veränderungen in der Landschaft, der Aufregung durch den neuen Job und des Umzugs durch halb Deutschland bin ich mit dem Ergebnis jedoch sehr zufrieden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Sucher und Display der Z50 bei bodennahen Hochkantaufnahmen komplett unbrauchbar sind, da sie sich nicht in der richtigen Achse schwenken lassen. Das Bild ist sozusagen blind entstanden.













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