Die Wächterin der Dunkelheit
In dieser Story

Story zur Entstehung des Bildes
Wochenlang hatte ich an der Idee gefeilt – an einem „Set“, das mit einfachen, mobilen Mitteln ein cinemastisches Gefühl erzeugen sollte. Ich bin noch relativ neu in der Portraitfotografie, aber genau das war der Motor: etwas schaffen zu wollen, das sich größer anfühlt als mein aktueller Level. Etwas Mystisches, Düsternes. Etwas, das bleibt.
Der Ort war eine abgelegene Stelle in der Nähe von Gifhorn. Genug Platz, um Nebel zu entfalten, Funken zu schlagen und ruhig zu arbeiten. Die Nachtluft war kühl – perfekt für den Nebel, der gleich eine zentrale Rolle spielen würde.
Benutzt habe ich meine Sony a6600, ausgestattet mit dem Rollei 85mm 1.8, einem Objektiv, das ich mir kurz zuvor gekauft habe und es sofort lieben gelernt habe.
Auf einem improvisierten Technikplatz stand die Caravan-Batterie mit Spannungswandler, die stille Energiequelle, die eure gesamte Szenerie mit Strom versorgte.
Hinter dem Model positioniert: das Jinbei LED Dauerlicht JL-100Bi. Es war so eingestellt, dass es durch den Nebel schnitt, wie eine bleiche Mondscheibe, die eine dunkle Gestalt hervorhebt. Der Nebel selbst kam aus einer Nebelmaschine, jedes Mal eine kleine Wolke ausstoßend, die sich im Licht brach und eine fast theatralische Bühne erschuf.
Links aus Fotografensicht stellte ich zwei LED-Lichtstäbe auf, um feine Konturen an den Schultern und dem Kopfschmuck zu erzeugen. Sie waren nicht überpräsent, aber sie verliehen dem Bild Tiefe und Struktur. Besonders der Knochen-/Dornenkranz wirkte dadurch, als würde er aus einer anderen Welt stammen.
Und dann kam der spektakuläre Part:
Meine Freundin nahm einen Winkelschleifer und ein Metallrohr zur Hand. Ich habe mir die Szene im Kopf immer wieder vorgestellt – glühende Funken, die wie verzauberte Glitzerpartikel im düsteren Nebelregen durch die Luft fliegen. Als die ersten Funken sprühten, wusste ich sofort: Das war der fehlende Baustein. Das war der Effekt, der das Setting lebendig machte.
Alles zusammen – das Licht, der Nebel, die Funken, das düstere Cosplay – ließ die Szene wirken, als sei sie einem dunklen Märchen oder einem Fantasy-Film entsprungen.
Der Moment, in dem dieses Bild entstand, war die Antwort auf all die Wochen des Grübelns. Auf die Zweifel, die Versuche, die Skizzen im Kopf.
Und plötzlich wusste ich: Ja, du hast etwas Besonderes erschaffen.
✨ Sony a6600 mit Rollei 85 1.8
✨ Jinbei JL-100Bi von hinten durch den Nebel
✨ LED-Lichtstäbe für feine Konturen
✨ Nebelmaschine für diesen dramatischen „nebelhaften Ritual“-Vibe
✨ Winkelschleifer + Metallrohr für echte (!!) Funken
✨ Und das alles betrieben über eine Caravan-Batterie mit Spannungswandler – komplett mobil.











Diskussionsbeiträge (2)
Hallo, vielen Dank für dein Feedback.
Direkt mit Funken auf beiden Seiten habe ich nicht, wir hatten nur eine Flex und haben natürlich ordentlich Abstand gehalten zu der Person, um nicht ihr Augenlicht zu gefährden oder ihre Kleidung zu entzünden :-) Deswegen war die Flex nur seitlich auf einer Seite von ihr.
Das war jetzt das Bild wo mir die Funken am besten gefallen haben, nicht zu übertrieben eben :-)