Die Suche nach Motivation und den Motiven.
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Motivation finden – trotz neuer Kamera
Momentan fällt es mir schwer, meine Motivation zu finden. Ich stecke in einem kleinen Loch, aus dem ich nur mühsam herauskomme. Dabei bin ich eigentlich ein fröhlicher Mensch, der sich nicht schnell stressen lässt und mit seinem Leben sehr zufrieden ist. Vielleicht liegt es am Winter, an der anhaltenden Kälte und den grauen Tagen?
Das zweite Wochenende bringt die Wende
Am 15.02.26 habe ich mich schließlich aufgerafft und bin in den Duvenstedter Brook gefahren. Mein Ziel war klar: Singvögel, Spechte – und vielleicht wieder ein Silberreiher, den ich am Wochenende zuvor noch mit meiner alten Kamera fotografiert hatte.
Mit dabei waren nur das Nötigste: meine neue Sony A7V, zwei Akkus, das 200–600 mm Objektiv und mein großer Fotorucksack. Mehr brauchte es nicht für sechs Stunden im verschneiten Wald bei -4 Grad.
Vorbereitung ist alles
Ich weiß inzwischen: Wenn ich friere, schwindet auch meine Motivation. Also habe ich vorgesorgt. Taschenwärmer für zwölf Stunden, Fotografenhandschuhe mit zurückklappbaren Fingerkuppen für schnelle Reaktionen, warme Schuhe und dicke Socken.
Und was soll ich sagen? Ich war noch nie so entspannt im Schnee unterwegs.
Die Natur als eigentlicher Motivator
Die neue Kamera war nicht der entscheidende Faktor – es war die Umgebung. Der sonnige Wintertag, die Geräusche im Wald, die Ruhe. All das hat mir meine Motivation zurückgegeben. Und ich wurde mit wunderbaren Motiven belohnt, die ich – meiner Meinung nach – sehr gut einfangen konnte.
Natürlich trägt moderne Technik ihren Teil dazu bei. Es ist beeindruckend, wie wenig man sich heute noch um hohe ISO-Werte sorgen muss. In der Vogelfotografie macht das einen enormen Unterschied. Mit meiner alten Sony Alpha 77II bin ich bei schwierigen Lichtverhältnissen oft an Grenzen gestoßen.
Der Silberreiher wäre mit der A7V vermutlich noch besser gelungen – aber dank moderner Rauschreduzierung ließ sich auch das ältere Bild gut retten. Und ehrlich gesagt war ich einfach glücklich, diesen Moment überhaupt festhalten zu können.
Ein kurzer Besuch: der Zaunkönig
Besonders gefällt mir das Foto des Zaunkönigs. Er saß kurz in einem kleinen Lichtspot, bevor er flink die Baumrinde auf und ab huschte. Genau solche Momente machen es aus – perfektes Licht, passender Hintergrund, ein wacher Augenblick.
Fazit des Tages
Ich habe wieder gemerkt, wie wichtig Vorbereitung ist. Wer gut ausgerüstet und warm unterwegs ist, kann sich voll auf das Wesentliche konzentrieren.
Am Ende des Tages war ich zwar müde, und meine Füße freuten sich abends auf dem Tisch zu liegen – aber meine Motivation und Leidenschaft für die Fotografie sind neu entfacht.
Die Ausbeute war dank Pre-Capture und 20 Bildern pro Sekunde immens hoch. Das Sortieren war weniger spannend – aber ein paar richtig schöne Aufnahmen sind geblieben. Und genau darauf kommt es an.
Die Natur hat mir an diesem Tag mehr gegeben als jede neue Technik.
Mein Tipp gegen leichte Winterdepressionen: Geht raus in die Natur. Lasst sie auf euch wirken – und hört darauf, was sie in euch bewegt.
Gruß
Torben













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